Proben fürs Lustspiel auf dem Sonnenberg

Übernächstes Wochenende zeigt das Kolping-Theater eine knackige Komödie. Bei den letzten Proben sitzen die Rollen, und die Akteure beherrschen ihre Texte. Nun gilt es, die letzten Feinheiten einzuüben.

Ramona Riedener
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Auf der Bühne der Mehrzweckhalle Sonnenberg proben die Schauspieler intensiv. (Bild: Ramona Riedener)

Auf der Bühne der Mehrzweckhalle Sonnenberg proben die Schauspieler intensiv. (Bild: Ramona Riedener)

«I will jetzt endlich wisse, was do gspielt würd!», schreit die Tochter des Bräutigams und zukünftige Enkelin ihres Geliebten durchs Megafon. Das wollen die Zuschauer garantiert auch, denn das Chaos auf der Bühne ist spätestens jetzt perfekt. Die eine bekifft, die andere beschwipst und die Haushälterin ertrinkt im Schoggimousse. «Oder war es die Braut? – Nein, die ist physisch ja noch gar nicht hier.» Elisabeth, die Tochter vom Witwer Römer, gespielt von Andrea Jäckle weilt noch in den Ferien.

Drei Aufführungen

Insgesamt gibt es drei Aufführungen des Stücks: Freitag, 26. Oktober, 19.45 Uhr, Festwirtschaft mit Nachtessen ab 18.45 Uhr, Samstag, 27. Oktober, 14 Uhr, Festwirtschaft mit Tombola ab 13.30 Uhr, Samstag, 27. Oktober, 19.45 Uhr, Festwirtschaft mit Nachtessen ab 18.45 Uhr, Tombola und musikalische Unterhaltung. (rre)

«Sie stösst wieder bei der zweitletzten Probe vor der Hauptprobe zum Theaterteam», so der Co-Regisseur Pius Jäckle. Deshalb übernimmt die Souffleuse Daniela Jäckle an diesem Abend den Part der Abwesenden. «Lautstärke beibehalten, nicht leiser werden», weist der Regisseur eine Akteurin an. «Der Hochzeitsplaner muss schriller aussehen. Er wirkt zu wenig schwul», ist die Meinung seiner Kollegin Christine Hutter.

Nervosität gehört dazu

Diese Szenen spielten sich auf der Bühne in der Mehrzweckhalle Sonnenberg in Hefenhofen ab, scharf beobachtet von der Regie und allen Schauspielern, die gerade nicht im Einsatz stehen. Die Texte sitzen beinahe perfekt. Geschliffen wird nur noch an den Details wie am natürlichen Auftreten, an eindeutigen Gesten und an geschickten Betonungen. Auf der Bühne müsse schliesslich sicher alles etwas übertrieben dargestellt werden, aber immer noch so, dass es natürlich wirke, sagt Pius Jäckle.

Erlös vom Freitag für ein Kolping-Sozialprojekt

«Herzlich Willkommen zu unseren traditionellen Theateraufführungen», heisst es am 26. Und 27. Oktober in der Mehrzweckhalle Sonnenberg Hefenhofen. Die bekannte und beliebte Theatergruppe der Kolpingfamilie Amriswil führt das Lustspiel in drei Akten «Verliebt, verlobt ... verzwickt!» von Martin Radl mit Dialektbearbeitung von Rico Spirig auf. Der Reinerlös der Aufführung am Freitagabend wird einem Sozialprojekt des Kolpingwerkes zugutekommen. (rre)
Hinweis
Vorverkauf unter 076 593 74 09 oder auf der Website www.kolpingamriswil.ch

Die sechs Frauen und vier Männer, die im Theaterstück mitspielen, sind Laiendarsteller. Für sie ist es die Freude am gemeinsamen Schauspielen, welche sie veranlasst, sich in intensiven Proben auf die Aufführungen vorzubereiten. «Die einen brauchen mehr, die anderen weniger Überwindung, sich auf der Bühne zu präsentieren. Eine gewisse Nervosität ist immer dabei. Das soll auch so sein. Es macht ein Theaterstück lebendig», meint Jäckle.