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«Prix Kreuzlingen» geht an die Emmishofer Narren

Wind und Regen, die Narrengesellschaft Emmishofen als Gewinner des Anerkennungspreises der Stadt und ein Kabarettist als Festredner machten die Bundesfeier zu einem gelungenen Fest auf einem lebendigen Boulevard.
Urs Brüschweiler
Grosse Momente erfordern grosse Emotionen: Die Emmishofer Narren erhalten den «Prix Kreuzlingen» 2018 aus den Händen von Stadtpräsident Thomas Niederberger. (Bild: Andrea Stalder)

Grosse Momente erfordern grosse Emotionen: Die Emmishofer Narren erhalten den «Prix Kreuzlingen» 2018 aus den Händen von Stadtpräsident Thomas Niederberger. (Bild: Andrea Stalder)

Der Feuerkünstler brauchte trotz Regens eine Sonderbewilligung. Nicht nur mit ihm, sondern auch mit einem Tischzauberer, dem Musikkollektiv «Pätschwerk» einem Jonglierworkshop, der Festrede von Kabarettist Ralf Schlatter und noch einigem mehr, hatte sich der Quartierverein Bodan kreativ gezeigt bei der Gestaltung der diesjährigen Bundesfeier. Präsident Bernard Roth ging bei der Begrüssung auch auf die Beweggründe ein, weshalb man als Austragungsort den Boulevard gewählt habe. «Es gibt viel Polemik um diesen Ort.» Doch er sei die «Stube von Kreuzlingen». Roth umschrieb den Strassenabschnitt vom Kloster bis zur Grenze mit dem früher gebräuchlicheren Wort «Allmend». Es sei ein öffentlicher Raum, der allen gehöre, wo es aber auch Regeln gebe. «Der Boulevard wird einst unsere Innenstadt sein. Dafür müssen wir ihn fördern und beleben.»

In 300 Jahren sind sie Unesco Weltkulturerbe

Nach dem musikalischen Auftakt des Handharmonikaclubs Kreuzlingen folgte die Verleihungszeremonie des neunten «Prix Kreuzlingen». Kantonsarchäologe Hansjörg Brehm übernahm die Laudatio auf den Preisträger und lieferte eine humorvolle Einführung ab. «Sie marschieren dekoriert, sie sind scharfe Beobachter und es gibt sie schon länger, als die Stadt Kreuzlingen.»

Hansjörg BrehmKantonsarchäologe und Laudater «Prix Kreuzlingen 2018»

Hansjörg Brehm
Kantonsarchäologe und Laudater «Prix Kreuzlingen 2018»

«Die Gewinner waschen auch mal dreckige Wäsche. Aber der Preis geht nicht an die Schulbehörde und auch nicht an den Stadtrat.»

Sie bildeten auch ein Gegengewicht zur «glattgebürsteten Kommunikation» von Presse und Behörden. «Und wenn sie noch 300 Jahre weitermachen, werden sie sogar noch Unesco-Weltkulturerbe», schloss Brehm. Gemeint sind die Emmishofer Narren. Mit neun Mann und in Uniform erstürmten «die Anwälte des Humors» die Bühne und erhielten den Preis aus den Händen von Stadtpräsident Thomas Niederberger. Gestaltet hat das Werk heuer die Kreuzlinger Künstlerin Franziska Högger.

Der Preis zähmt die Narren nicht

Narrenpräsident Markus Baiker bedankte sich, dass sie «endlich» den Preis erhalten. Sie freuten sich sehr. Nach einem närrischen Lied folgte auch noch eine charmante Schnitzelbank: «Dä Prix Chrüzlinge ehrt üs ungemein. Doch Thomas, du weisch es doch insgeheim. Trotz dem Priis müänd mir dir säge, d Hoffnig uf Schonig isch völlig vergebe.»

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