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Privatisierung der Autokurse Oberthurgau steht nicht im Raum

Verwaltungsratspräsident Martin Salvisberg nimmt zu kursierenden Gerüchten Stellung. Er stellt einen Ausbau des Angebots in Aussicht.
Rita Kohn
Der Bahnhof Amriswil ist kein Knotenpunkt für die AOT-Kurse. (Bild: Donato Caspari)

Der Bahnhof Amriswil ist kein Knotenpunkt für die AOT-Kurse. (Bild: Donato Caspari)

Die Autokurse Oberthurgau, kurz AOT, sind eine Erfolgsgeschichte. «Es ist ein gesundes Unternehmen», sagt Verwaltungsratspräsident Martin Salvisberg. Ein Unternehmen, dessen Aktien in der Hand der Oberthurgauer Gemeinden sowie der Gemeinde Muolen sind.

In den letzten Wochen tauchten aber Gerüchte auf, dass eine Privatisierung angestrebt werde. «Das kann ich klar verneinen», sagt Salvisberg. «Unsere Aktionäre wären wohl wenig erbaut, wenn der Verwaltungsrat einen Verkauf vorschlagen würde.» Richtig sei, dass die AOT ein externes Büro in Bern mit der Überprüfung der Strukturen beauftragt habe. Dabei gehe es aber einzig darum, eine mögliche sinnvolle Vernetzung mit anderen Unternehmen des öffentlichen Verkehrs zu prüfen.

Grund für die Überprüfung sind anstehende Veränderungen beim Leistungsauftrag. «Das Kursangebot wird steigen», kündigt Martin Salvisberg an. Konkrete Pläne gibt es bereits in Steinebrunn: «Wir werden künftig den Bahnhof anfahren und so auch eine späte Verbindung nach St. Gallen anbieten.» Das alles ist aber nicht ohne Zusatzkosten zu realisieren. Immerhin werden in absehbarer Zeit zusätzliche Busse angeschafft.

Auf einige Gemeinden kommen Mehrkosten zu

Aufgrund des Ausbaus des öffentlichen Verkehrs werden einige Oberthurgauer Gemeinden tiefer in die Tasche greifen müssen. Für Martin Salvisberg als Stadtpräsident von Amriswil ist klar, dass damit ein Mehrwert für die Bevölkerung verbunden sein muss. Deshalb ist auch der Ortsbus wieder auf dem Tisch.

Um einen allfälligen Auftrag der Gemeinden erfüllen zu können, muss die AOT in der Lage sein, flexible Lösungen etwa in der Fahrzeuggrösse anzubieten. «Es ist nicht einfach, auf das sehr unterschiedliche Kundenbedürfnis zu reagieren, aber es gibt Möglichkeiten», sagt Martin Salvisberg. Schon heute setzen die AOT auf stark frequentierten Linien wie etwa Bischofszell-Romanshorn zu Stosszeiten auf Doppel-Kurse.

Es braucht die Sicht von Aussen

Um für weitere Verbesserungen wie für die kombinierte Mobilität der Zukunft gewappnet zu sein, müssten eben die Strukturen der AOT überprüft werden. «Thema muss auch sein, ob es Geschäftsbereiche gibt, in denen die AOT Zusatzleistungen bieten kann.» Dafür brauche es die Sicht von aussen. «Das Büro in Bern wird von einem Fachmann betrieben, der viele Betriebe des öffentlichen Verkehrs berät, unter anderem gar die Österreichische Bundesbahn.» Damit sei sichergestellt, dass nicht die Insellösung, sondern das vernetzte Denken im Vordergrund stehen würde.

Mit den Ergebnissen der Studie rechnen die AOT bis Ende Jahr. Bis zur Delegiertenversammlung im kommenden Jahr sollen konkrete Vorschläge auf dem Tisch liegen. Weder ein Aktienverkauf noch eine Redimensierung der AOT mit Stellenabbau werden zu den Vorschlägen gehören, versichert Martin Salvisberg.

Voraussichtlich 2021 ist Stadttaxi Amriswil ein Thema

Als in Amriswil die Forderung nach einem Ortsbus laut wurde, führte die Stadt als kostengünstigere Variante das Stadttaxi ein. Die Bevölkerung nutzte den Taxi-Dienst intensiv, die Kosten für die öffentliche Hand stiegen markant an. Deshalb fällte der Stadtrat nach einer Vernehmlassung den Entscheid, den Selbstkostenanteil der Nutzer von fünf auf sechs Franken pro Fahrt zu erhöhen, das Angebot aber weiter zu führen.

Seither ist die Nutzung und damit der Kostenanteil der Stadt zurückgegangen. Mit einer Ausweitung des Busangebots auf Stadtgebiet wird das System Stadttaxi überprüft werden müssen. Voraussichtlich auf das Budget 2021 hin werde das Angebot zum Thema, kündigt Martin Salvisberg an.

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