In Bürglen predigt die Pfarrerin im Schatten der Bäume

Ein wahrer Leuchtturm-Treff war der Gottesdienst der evangelischen Kirchgemeinde Bürglen am Ufer des Weihers. Nebst Worten der Pfarrerin Esther Baumgartner gab es auch Grilladen für die Gläubigen.

Margrith Pfister-Kübler
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Esther Baumgartner leitet den Gottesdienst am Istighofer Weiher. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Esther Baumgartner leitet den Gottesdienst am Istighofer Weiher. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Ein Gottesdienst unter freiem Himmel, im Schatten ungewöhnlich schöner Bäumen, umrahmt von Schilf und dem grün leuchtenden Weiher. Zu diesem etwas anderen Gottesdienst der evangelischen Kirchgemeinde Bürglen strömten gestern Sonntagmorgen viele Menschen, auch Kinder, denn es war gleichzeitig Kindersonntag. Esther Baumgartner, Pfarrerin in Stellvertretung, aus Weinfelden, und Irene Bösiger, Präsidentin der Evangelischen Kirchgemeinde Bürglen, strahlten gute Laune aus, die sich sofort ausbreitete. Pfarrerin Esther Baumgartner sagt: «Unter freiem Himmel ist alles viel heiterer.»

Musikgesellschaft umrahmt die Feier

Die Besucher des Gottesdienstes setzten sich an die blumengeschmückten Tische. Emotionale Weite und Fröhlichkeit verbreitete die wunderbar spielende Musikgesellschaft Bürglen unter der Leitung von Franz Inauen. Auch Alphorneinlagen gehörten dazu. Alle tupften Fröhlichkeit in die «Kirche unterm freien Himmel». Echte integrative Freude eben. Die Kinder bastelten Leuchttürme, angeleitet von Annabelle Reuter.

Das Wort Gottes in der Natur gefällt auch Kirchenvorstandsmitglied Heinz Kolb: «Ich bin sonst für Liegenschaften zuständig, heute für das Grillieren.» Der Grillduft gehört dann auch zu diesem Gottesdienst. Es verwunderte nicht, dass der Predigt von Pfarrerin Esther Baumgartner volle Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Sie brachte mit Ernst und Humor die Wichtigkeit des Lichtes, die Leuchttürme des Glaubens ins Bewusstsein. Sie sprach von der Schöpfungsgeschichte: «Es werde Licht.»

Göttlicher Funke soll befreit werden

Baumgartner rief zu Mut auf, selbst bei Hoffnungslosigkeit. Auch sollen die Menschen ihr Licht nicht «gut schweizerisch unter den Scheffel stellen», sagte sie. Denn der göttliche Funke sei in allen Menschen und warte darauf befreit zu werden. Sie ermutigte dazu, Lebensaufgaben wahrzunehmen, den Kindern Fürsorge angedeihen zu lassen, und so alles zum Leuchten zu bringen.

Auch die dazwischen gesungenen Lieder und gesprochenen Gebete waren gut für Geist und Gemüt und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Verantwortlichen durften reichlich Komplimente entgegennehmen für den gelungenen Gottesdienst.