Präsident von Swiss Olympic hält Referat vor Regierungsratspräsident Schönholzer: «Wir haben den Wert von Sportvereinen schätzen gelernt»

Der Präsident von Swiss Olympic, Jürg Stahl, hielt ein Referat bei den Supportern des FC Kradolf-Schönenberg-Sulgen.

Monika Wick
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Jürg Stahl, Präsident von Swiss Olympic, hielt ein Referat.

Jürg Stahl, Präsident von Swiss Olympic, hielt ein Referat.

Bild: keystone/Anthony Anex

«Es ist mir klar, dass nicht alle wegen der Generalversammlung hier sind», sagte Peter Schrepfer, Präsident der Supporter-Vereinigung des FC Kradolf-Schönenberg-Sulgen. Die Rekordbeteiligung an der Generalversammlung führte er drauf zurück, dass Jürg Stahl, Präsident von Swiss Olympic, im Anschluss an die ordentlichen Geschäfte ein Referat hielt. Am Donnerstagabend hatten sich mit den 40 Stimmberechtigten rund die Hälfte aller Supporter versammelt, die sich die Unterstützung des FC Kradolf-Schönenberg-Sulgen auf die Fahne geschrieben haben. Darunter befanden sich neben Lokalpolitikern auch Regierungsratspräsident Walter Schönholzer und Ständerat Jakob Stark. «Von 1999 bis 2019 war Jürg Stahl Nationalrat, im Amtsjahr 2016/17 präsidierte er ihn sogar», erklärte Schrepfer. Jürg Stahl seinerseits betonte, dass er die Einladung zur Generalversammlung gerne angenommen hat. «Es ist wichtig, dass das Vereinsleben nach Corona rasch wieder auflebt», erklärte er. Die berufliche Tätigkeit des 53-jährigen Winterthurers wurde ebenfalls vom Coronavirus bestimmt, welches etwa die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokyo um ein Jahr bedeute. «Corona ist ein globales Ereignis. Zu unserer DNA gehört es aber, zu machen was möglich ist und nicht zu jammern», sagte Stahl.

Jürg Stahl referiert vor der Supporter-Vereinigung des FC Kradolf-Schönenberg-Sulgen.

Jürg Stahl referiert vor der Supporter-Vereinigung des FC Kradolf-Schönenberg-Sulgen.

Bild: Monika Wick

Mut sprach er den Supportern des FC Kradolf-Schönenberg-Sulgen zu: «Den drei Monaten Corona steht eure 816-monatige Vereinsgeschichte gegenüber. Wiegt das gegeneinander auf, schöpft Kraft aus dem Erlebten und prägt den Verein weiterhin», riet er. Jürg Stahl kann dem Virus sogar noch Positives abgewinnen. «Wir haben den Wert von Sportvereinen und den Wert von Sport noch mehr schätzen gelernt», sagte er. Einem Mann, der sich erkundigte, ob Boccia dereinst olympische Disziplin werden könnte, machte er dagegen keine Hoffnung. «Das ist nicht vorgesehen», erklärte er lachend.