Polizist, Hundeführer, Politiker: Zum Gedenken an den Arboner Werner Bachofen

SVP-Präsident Konrad Brühwiler würdigt seinen ehemaligen Parteikollegen als pflichtbewussten, verlässlichen und integren Menschen, der sich über seine Abwahl aus dem Arboner Parlament freute.

Konrad Brühwiler
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Werner Bachofen ist am 19. Mai verstorben.

Werner Bachofen ist am 19. Mai verstorben.

Bild: PD

An einer würdigen Feier nahm am 25. Mai eine grosse Trauergemeinde Abschied des Arboners Werner Bachofen, der am 19. Mai nach schwerer Krankheit verstorben war. Im Alter von 30 Jahren trat Werner Bachofen am 1. Oktober 1971 in die Polizeischule ein. Er blieb der Thurgauer Kantonspolizei 30 Jahre als ruhiger, pflichtbewusster und integrer Polizeibeamter erhalten. Auch war er bei der Bevölkerung seiner Einsatzorte Frauenfeld, Weinfelden, Bussnang und Arbon sehr beliebt. Bemerkenswert waren seine genaue Arbeitsweise und seine exakte Abfassung der Rapporte und Berichte.

Als Hundeführer weit über den Kanton hinaus bekannt

Werner Bachofen war keiner, der seine Arbeitszeit nach der Uhr richtete. Wenn erforderlich, stand er stets zur Verfügung. Ihm war nichts zu viel, er wies keine Arbeit ab. Dies schlug sich zuweilen in einer grossen Arbeitslast nieder, welche er nach Dienstschluss geduldig abarbeitete. Werner Bachofen war als Hundeführer weit über den Kanton Thurgau hinaus bekannt.

Ob während der Arbeits- oder der Freizeit, ja sogar während seiner Ferien war er mit seinen Diensthunden stets zur Stelle, wenn es galt, Vermisste zu suchen oder Straftäter aufzuspüren. Nebenbei war Werner Bachofen jahrzehntelang im Männerchor der Kantonspolizei, wo er sich am Liedgut und an der Kameradschaft erfreute.

Politischer Spätzünder im Arboner Stadtparlament

Am 20. März 2011 wurde Werner Bachofen überraschend in das Arboner Stadtparlament gewählt, wo er von einer Tageszeitung ob seiner damals fast 70 Jahren als «Methusalem» des Stadtparlamentes bezeichnet wurde. Während einer Legislaturperiode war er Mitglied der achtköpfigen Fraktion der SVP und gleichzeitig ein zuverlässiges Vorstandsmitglied der Ortspartei. Nicht von ungefähr galten seine Interessen der Sicherheits- und Verkehrspolitik.

Zur Wiederwahl fehlte ihm eine einzige Stimme

Bei der Erneuerungswahl am 8. März 2015 fehlte Werner Bachofen eine einzige Stimme, um wiedergewählt zu werden. Doch darüber war der mittlerweile fast 74-Jährige nicht untröstlich, im Gegenteil: Das ehrenvolle Ausscheiden war das Beste, was ihm widerfahren konnte, und so durfte er in den Polit-Ruhestand eintreten.

Wir verlieren mit Werner Bachofen-Vetterli einen verlässlichen Politkollegen und lieben Freund. In Dankbarkeit werden wir ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.