POLITIK
Ganz oben angekommen: Der Romanshorner Michael Schöll wird Direktor des Bundesamts für Justiz

Ab September erklimmt Michael Schöll die Karriereleiter um eine weitere Stufe: Er legt seinen Posten als Vizedirektor ab und übernimmt die Leitung des Amtes.

Saskia Ellinger
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Der Romanshorner Michael Schöll wird ab August der neue Direktor des Bundesamts für Justiz sein.

Der Romanshorner Michael Schöll wird ab August der neue Direktor des Bundesamts für Justiz sein.

Bild: Anthony Anex / KEYSTONE

Vor kurzem kam die Nachricht aus dem Bundesrat: Michael Schöll wird der neue Direktor des Bundesamtes für Justiz (BJ). Ende August geht Martin Dumermuth, der aktuelle Leiter, in den Ruhestand, ab September tritt Schöll dann die Nachfolge an. Bis dahin bleibt der 47-Jährige in seinem Posten als Vizedirektor des BJ und Chef des Direktionsbereichs Privatrecht.

Die Fähigkeiten, die zur Führung des BJ notwendig sind, habe Schöll bereits in seinem bisherigen Posten unter Beweis gestellt: Der Romanshorner weise fachliche Kenntnisse, Managementqualitäten und Sozialkompetenz auf, wie der Bundesrat in einer Mitteilung schreibt.

Von Romanshorn nach Bern

Michael Schöll ist in Romanshorn aufgewachsen und besuchte dort die Kantonsschule. Anschliessen studierte er Rechtswissenschaften an der Universität St.Gallen. Im Jahr 2000 erwarb er das Anwaltpatent im Kanton Genf, vier Jahre später das Anwaltspatent im US-Bundesstaat New York. Zudem schloss er ebenfalls im Jahr 2004 sein Doktorat an der Universität Basel ab.

Seit 2009 arbeitet Schöll im Bundesamt für Justiz. Aktuell leitet der 47-Jährige den Bereich Privatrecht. Zuvor war er an mehreren Universitäten tätig, unter anderem in der Forschungsgemeinschaft für Rechtswissenschaft an der Universität St.Gallen. Zudem hat er vor seiner Arbeit im BJ als Rechtsanwalt bei einer Kanzlei in Zürich gearbeitet.

Weder er noch seine in Romanshorn wohnhaften Eltern wollten sich zu seinem neuen Posten äussern.