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Podiumsdiskussion über zwei Initiativen

Am Donnerstagabend luden die Grüne Partei und die SVP zum Podiumsgespräch nach Weinfelden ein. Thema waren die beiden Initiativen zum Trinkwasser und zu den Pestiziden.
Sabrina Bächi
Grüne-Präsident Kurt Egger, Pro Natura Thurgau Präsident Toni Kappeler, Moderator Manuel Strupler, Bio-Landwirt Daniel Vetterli und Nationalrat Markus Hausammann nach dem Podium. (Bild: Sabrina Bächi)

Grüne-Präsident Kurt Egger, Pro Natura Thurgau Präsident Toni Kappeler, Moderator Manuel Strupler, Bio-Landwirt Daniel Vetterli und Nationalrat Markus Hausammann nach dem Podium. (Bild: Sabrina Bächi)

Ein Sprichwort besagt: «Der Weg ist das Ziel». Am Donnerstagabend war man sich nach der Podiumsdiskussion aber einig: Das Ziel ist klar, der Weg dorthin aber ganz und gar nicht.

Drei Kantonsräte und ein Nationalrat sprachen während eineinhalb Stunden über die Trinkwasser- und die Pestizid-Initiative. Das Thema war weit gefasst, konzentrierte sich aber hauptsächlich auf die Verwendung der Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft.

Vetterli wünscht sich mehr Margeriten

Nach einem halbstündigen Input­referat von Nationalrat Markus Hausammann, setzt sich die Männerrunde mit Moderator Manuel Strupler an den Tisch im Festzelt auf dem Hof der Familie Jöhr. Zwei Grüne, zwei SVP-Mitglieder. Kurt Egger, Präsident der Grünen Partei Thurgau, und Toni Kappeler, Präsident Pro Natura Thurgau, sitzen auf der einen Seite. Ihnen gegenüber haben Hausammann, der Bauer und Präsident des Thurgauer Landwirtschaftsverbandes ist, sowie Bio-Landwirt Daniel Vetterli Platz genommen.

Jener hält gleich zu Beginn eine feurige Rede für die Bio-Landwirtschaft. Er erntete gar Applaus mit dem Aufruf, dass «sich jeder selbst an der Nase nehmen muss, wenn wir über die Biodiversität reden.» Es könne nicht sein, immer nur den Pflanzenschutzmitteln und damit den Bauern die Verantwortung für die schwindende Biodiversität zu geben. «Eine Margerite täte jeder Rasenfläche gut», sagt Vetterli.

Während die beiden Landwirte die Konsumenten und nationale Aktionspläne hervorheben, betonen die Politiker aus der Grünen Partei, dass die Initiativen eine Art Fiebermesser des Volkes seien. «Die Schweizer wollen eine Landwirtschaft, die sorgfältig mit der Natur umgeht», sagt Toni Kappeler. Auch wenn die Initiativen «ruppig» seien, der Druck sei nötig. Er fordert von den Landwirten: «Wenn die Konsumenten Schmetterlinge und Blumen wollen, dann produziert das doch auch.»

Wandel in der Landwirtschaft findet statt

Hausammann beteuert indes immer wieder, dass gerade die Landwirtschaft in Bewegung sei, sie die Thematik ernst nehme und ein Wandel stattfinde. «Aber mit Zwang, wie durch die Initiativen, geht das nicht», sagt er. Zu viel hänge an diesem Rattenschwanz.

In der anschliessenden Publikumsdiskussion ergreift auch Ständerat Roland Eberle das Wort und plädiert für ein Miteinander. Als letztes erhält Hausammann nochmals das Wort. «Der Bauer ist Unternehmer. Wenn der Konsument etwas wirklich will und auch dafür bezahlt, dann passen die Bauern ihre Produktion an», sagt er.

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