Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Podium mit beiden Kandidaten für den Stadtrat Bischofszell

Bruno Niedermann (SVP) und Jorim Schäfer (GLP) kandidieren für den freiwerdenden Sitz im Stadtrat. Am Podium der Interpartei versuchten sie, unentschlossene Wähler für sich zu gewinnen.
Georg Stelzner
Die ehemalige TZ-Redaktorin Esther Simon moderiert das Podium mit Bruno Niedermann und Jorim Schäfer. (Bild: Reto Martin)

Die ehemalige TZ-Redaktorin Esther Simon moderiert das Podium mit Bruno Niedermann und Jorim Schäfer. (Bild: Reto Martin)

Das Wetter war am Donnerstagabend zu schön für einen Grossaufmarsch, weshalb die Stühle in der Aula Sandbänkli nur etwa zur Hälfte besetzt waren. Die rund 50 Politikinteressierten wurden Zeugen einer amikalen, von gegenseitigem Respekt geprägten Diskussion, die kaum als ultimative Entscheidungshilfe taugen konnte – zu oft waren sich Bruno Niedermann und Jorim Schäfer einig. Es war Moderatorin Esther Simon zu verdanken, dass die Kandidaturen trotzdem ein eigenständiges Profil erhielten.

In Verlegenheit bringen liessen sich die beiden Kandidaten in keiner Phase. Sie traten locker und souverän auf, zeigten sich vertraut mit den Bischofszeller Verhältnissen und liessen sogar Sinn für Humor und Ironie erkennen. Dabei gewährte ihnen Esther Simon keine Schonfrist, sondern stellte beiden gleich zu Beginn eine «heisse» Frage. Niedermann musste zur Tatsache Stellung nehmen, dass er getrennt von der Mutter seiner sieben Kinder lebt. «Ich verstehe, dass darüber diskutiert wird. Es ist jetzt aber so; ich habe es mir nicht ausgesucht», sagte der SVP-Kandidat.

Angesprochen auf seinen (vorerst gescheiterten) Versuch, dem Gewerbeverein Bischofszell beizutreten, gab Schäfer zu bedenken, dass er das Gesuch schon vor der Stadtratskandidatur gestellt habe, weil er das Gewerbe unterstützen wollte. Der GLP-Kandidat räumte aber ein, dass der Zeitpunkt nicht ideal gewesen sei. Zu einer gewissen Konfusion hätten dann die lückenhaften Statutenkenntnisse im Gewerbeverein geführt.

Beide sind gegen eine Steuerfusserhöhung

Einig waren sich die Kandidaten in der Skepsis gegenüber einer Steuerfusserhöhung. «Ich würde damit noch zuwarten. Für mich wäre es das allerletzte Mittel», sagte Schäfer und riet, die Aus- gaben zu reduzieren und die Einnahmen zu erhöhen. Niedermann doppelte nach: «Wir sollten die Durststrecke durchstehen und antizyklisch handeln.» Die grösste Diskrepanz trat beim Thema «Tourismus» zu Tage. Während Niedermann diesen Wirtschaftszweig ankurbeln und Bischofszell zur Kulturstadt mit ganzjährigen Angeboten entwickeln will, ist nach Ansicht Schäfers der Plafond erreicht. Er warnte vor einer übermässigen Belastung der Bevölkerung.

Den visionären Blick in die Zukunft scheuten beide Kandidaten nicht. Schäfer würde sich eine Erhöhung des Anteils an erneuerbarer Energie auf 50 Prozent, eine Lösung des Verkehrsproblems und eine Aufwertung der Wohnquartiere wünschen. Niedermann wären die Belebung der Altstadt und eine Realisierung der einst geplanten Anlagen bei der Bruggwiesenhalle wichtig. Schäfer stellte in seinem Schlusswort fest, dass Veränderungen die Bereitschaft voraussetzten, Ballast abzuwerfen. Niedermann spielte auf seine Karriere in der Feuerwehr an und betonte, dass er sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lasse. Er sei es gewohnt, überlegt zu handeln.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.