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Pläne für ein Begegnungszentrum in Evangelisch-Amriswil

Die Evangelische Kirchgemeinde Amriswil-Sommeri möchte ein Begegnungszentrum bauen. Am Samstagvormittag hat die Behörde über ihre Beweggründe ausführlich informiert.
Barabara Hettich
Kirchenpräsidentin Claudia Schindler spricht während des anschliessenden Spaghettiplauschs mit einer Kirchbürgerin. (Bild: Barbara Hettich)

Kirchenpräsidentin Claudia Schindler spricht während des anschliessenden Spaghettiplauschs mit einer Kirchbürgerin. (Bild: Barbara Hettich)

Die Evangelische Kirchgemeinde Amriswil-Sommeri ist eine lebendige Gemeinde, doch davon bekommt die Öffentlichkeit kaum etwas mit. Die grosse Kirche an der Weinfelderstrasse steht unter der Woche mehrheitlich leer, das kirchliche Leben findet im alten Pfarrhaus an der Bahnhofstrasse und im Kirchgemeindehaus (alte Kirche) an der Romanshornerstrasse statt.

«Ich stelle mir vor, wie das wäre, wenn das Leben neben unserer Kirche stattfinden und als solches auch wahrgenommen würde», sagte Pfarrer Markus Keller und eröffnete mit einem Kurzreferat die Informations- veranstaltung am Samstagvormittag in der Kirche. 100 Personen nahmen die Gelegenheit wahr, sich Information aus erster Hand zu verschaffen.

Keine zeitgemässen Bedingungen mehr

Die Infrastruktur der Kirchgemeinde sei nicht mehr zeitgemäss, entspreche nicht mehr den heutigen Bedürfnissen, erklärte Behördenmitglied Otto Seger, Verantwortlicher für das Ressort Liegenschaften.

Den Betrieb zu optimieren, sei mit den bestehenden Liegenschaften kaum möglich, dies habe eine Machbarkeitsstudie deutlich aufgezeigt. Eine Komplettlösung mit einem Neubau östlich der Kirche sei zielführend und wirtschaftlicher.

Kosten: rund 8 Millionen Franken

Finanzexperte Peter Schläpfer informierte über die finanziellen Auswirkungen eines Neubaus. Gemäss Vorstudie müsse mit Investitionen von 8,3 Millionen Franken gerechnet werden.

Bei einer linearen Abschreibung würde dies die Rechnung in den kommenden 25 Jahren mit jährlich 500'000 Franken belasten: 332'000 Franken Abschreibung, 125'000 Franken Zinsen und 50'000 Franken Unterhalt, so die Prognosen von Schläpfer.

Der Zeitpunkt wäre günstig

Er stellte aber auch klar, dass es keinen besseren Zeitpunkt gebe, ein solches Projekt zu realisieren. «Das Zinsniveau ist tief, die Kirchgemeinde ist schuldenfrei und hat mit dem Pfarrhaus in Oberaach, dem alten Pfarrhaus und dem Kirchgemeindehaus in Amriswil drei wertvolle Liegenschaften, bei deren Verkauf man ausserordentliche Abschreibungen tätigen könnte.»

Für den Schuldenabbau sei jedoch eine zeitlich begrenzte Steuerfusserhöhung um fünf Prozentpunkte nötig, räumte Schläpfer ein.

Mehrheitlich zustimmende Voten

Es gab viele positive Stimmen. «Ein solches Zentrum ist dringend nötig, und es wäre schön, wenn wir dazu den Mut auf bringen könnten», sagte eine Votantin.

Es gab aber auch kritische Stimmen, vor allem zum Verkauf des alten Pfarrhauses und des Kirchgemeindehauses. «Sie werden bei jedem weiteren Schritt und bei jedem Verkauf einer Liegenschaft mitbestimmen können», versprach Kirchenpräsidentin Claudia Schindler. Als ersten Schritt wird die Kirchenbehörde nun einen Kredit für einen Architekturwettbewerb beantragen.

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