Pizza als Finanzspritze für das Italienische Kulturzentrum in Weinfelden

An der Freiestrasse 10 soll italienische Kultur weiter leben. Für einen Erweiterungsbau sammelt der Verein Spenden.

Janine Bollhalder
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Maurizio Colella, Peter Büchel, Daniele Cazzato und Beat Curau-Aeppli vor dem Spendenbarometer vor dem Stiftungshaus. (Bild: Janine Bollhalder)

Maurizio Colella, Peter Büchel, Daniele Cazzato und Beat Curau-Aeppli vor dem Spendenbarometer vor dem Stiftungshaus. (Bild: Janine Bollhalder)

Was lange währt, wird endlich gut: Seit 3 Jahren verfolgt die Stiftung St. Franziskus die Idee eines Zentrums für italienische Kultur in Weinfelden. Das Centro Culturale Italiano (CCI) will die vielen italienischen Vereine in Weinfelden und der näheren Umgebung zusammenbringen.

Damit all die Vereine Platz für gemeinsame Aktivitäten finden, soll die Liegenschaft an der Freiestrasse 10 erweitert werden. Die Kosten des Neubaus belaufen sich auf schätzungsweise 850'000 Franken.

Für das Geld soll ein Saal mit separatem Zugang ans bestehende Haus angebaut werden. 350'000 Franken wird die Stiftung St. Franziskus unter der Leitung von Stiftungspräsident Beat Curau-Aepli übernehmen. Eine Hypothek über den gleichen Betrag versuchen die Initianten bei der Thurgauer Kantonalbank zu erhalten.

«Eine positive Zusage für die Hypothek scheint in Reichweite. Wir haben ein gutes Eigenkapital vorzuweisen», sagt Curau. So bleibt noch ein Restbetrag von 200'000 Franken. Dieser soll über Spendengelder der öffentlichen Hand, von Stiftungen aber auch privaten Gönnern finanziert werden.

Zusatzmassnahmen für 100'000 Franken

Wie der Spendenbarometer am Gebäude zeigt, sind bereits 45'000 Franken zusammengekommen. Anfangs waren für das Bauvorhaben nur 750'000 Franken budgetiert.

«Die Differenz entstand, weil wir eine Solaranlage auf das Flachdach installieren wollen und wegen der geräumigeren Unterkellerung. Wir wollen den Minergie-Standard erreichen», sagt Peter Büchel von den Büchel Neubig Architekten. «Wenn wir bauen, dann richtig», fügt Curau an.

Die Bauleitung wird von Daniele Cazzato übernommen, dem Geschäftsführer der Unternehmung Ebneter AG. Zur Tilgung der Hypotheken vermietet die Stiftung St. Franziskus die Räumlichkeiten an alle mögliche Interessenten, hauptsächlich jedoch an den CCI.

Pizzaverkauf an der Wega bringt Geld

Der Verein seinerseits finanziert sich aus Mitglieder- und Gönnerbeiträgen sowie Einnahmen aus Veranstaltungen und Festen. Eine grosse Einnahmequelle für die Italiener ist ihr Stand an der WEGA.

Sie verkaufen jeweils Pizza in ihrem Zelt beim Schulhaus Pestalozzi. «Die italienische Kultur hat besonders unsere Küche geprägt», sagt Curau. Damit dies auch so bleibt, wird das Kulturzentrum sicher Koch- aber auch Filmabende veranstalten.

Diese Anlässe werden für öffentlich zugänglich sein. «Für alle Nationen und Konfessionen», sagt Maurizio Colella, Präsident des CCI. Ein Restaurantbetrieb werde das Zentrum jedoch nicht werden.

Ein grosses Einweihungsfest ist bei Fertigstellung des Neubaus im November geplant. Der Verein wartet derzeit noch auf die definitive Baubewilligung.