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Pflanzen säumen nun das Ufer des Langrickenbacher Mülibachs

Mit dem Segen der Gemeinde wurde der Mülibach offen gelegt. Am Samstag sind 20 Helfer von Pro Natura und der Aktion Biber & Co bei der Heckenbepflanzung im Einsatz gestanden.
Manuela Olgiati
Gemeinsame Pflanzaktion der Pro Natura und Einwohnern von Langrickenbach am Mülibach. (Bild: Andrea Stalder)

Gemeinsame Pflanzaktion der Pro Natura und Einwohnern von Langrickenbach am Mülibach. (Bild: Andrea Stalder)

Die Sträucher sind noch ziemlich klein. «Aber in spätestens zehn Jahren müssen die Bäume zurückgeschnitten werden», sagt Revierförster Paul Rienth. Hier am Mülibach bei Langrickenbach finden einheimische Sträucher und Hecken die idealen Verhältnisse vor, denn sie brauchen Licht und Wasser, um zu gedeihen.

Die Bauarbeiten sind abgeschlossen. Seit diesem Sommer fliesst der Mülibach durch sein neues Bett, noch spärlich zwar. «Für die Baustelle war das trockene Wetter ideal», sagt Philip Taxböck von der Geschäftsstelle Pro Natura Thurgau und der Aktion Biber & Co. An der Pflanzaktion vom letzten Samstag helfen rund 20 Männer und Frauen mit. Wie das Pflanzen geht, erklärt Rienth.

500 einheimische Sträucher hält der Forstwart von Pro Forst Thurgau bereit. Über 20 Arten stehen auf der Pflanzliste wie Sanddorn, Holunder oder Feldrose. Zwischen den Jungpflanzen sind grosse Wurzeln von Weidenarten zu entdecken. «Sie werden neu austreiben und zur Vielfalt beitragen», sagt der Förster.

Sie stehen in Gummistiefeln im Bachbett

Unter den Helfern sind Mitglieder von Pro Natura, zwei Zivildienstleistende und Einwohner. Der gelernte Schreiner Julian Zech mag die Arbeit in der Natur. «Schmutzige Hände machen mir nichts aus», sagt auch sein Kollege Aaron Siebs. Lisa Vaterlaus, die Praktikantin der Pro Natura, ist eine weitere Helferin.

Unter den Helfern befindet sich auch der Langrickenbacher Gemeinderat Urs Schär. Sein Sohn Tommy Schär ist mit Gerätschaften gut ausgerüstet. «Das ist eine coole Aktion», findet auch Lukas Brändle aus Langrickenbach das gemeinsame Graben. Mit von der Partie ist auch Beat Leuch. Der Präsident des kantonalen Vogelschutzes der Sektion Altnau-Langrickenbach spricht von einer «ausgeräumten Landschaft für die Nahrungssuche von Vogelarten.» Deshalb unterstütze er diese Pflanzaktion.

Ein langer Weg mit verschiedenen Hürden

Bis zur Bachöffnung war es ein langer Weg, der 2007 begonnen hatte. Rund 70 Jahre lang floss der Mülibach auf 500 Metern in Röhren unter der Erde. Das trennte den offenen Oberlauf von dem als Stichbach bezeichneten Unterlauf, der in den Bodensee mündet.

Die Stimmberechtigten von Langrickenbach hatten 2016 einen Baukredit von 892000 Franken bewilligt. Einsprachen verzögerten das Vorhaben. In Gesprächen mit Landbesitzern mussten erst Unklarheiten gelöst werden. Initiator für die Offenlegung des Baches ist Walter Häberlin. Er holte Pro Natura mit ins Boot. Alle Beteiligten freuen sich nun an dieser Aufwertung des Lebensraums Mülibach/Stichbach.

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