Pferdesporttage Sulgen: Die Vorzeichen stehen gut

Auf dem Sulger Springplatz «Im Grund» messen sich am Wochenende rund 200 Reiterinnen und Reiter.

Georg Stelzner
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Parcoursbauer auf dem Sulger Springplatz: Roger Wachter aus Wangs und Conny Ruppli aus Wila. (Bild: Georg Stelzner)

Parcoursbauer auf dem Sulger Springplatz: Roger Wachter aus Wangs und Conny Ruppli aus Wila. (Bild: Georg Stelzner)

Wochenlange Hitze und extreme Trockenheit machten dem Reitverein Sulgen im Vorjahr zu schaffen. Aus Sicherheitsgründen musste der Springplatz – mit Genehmigung der Gemeinde – vor den Prüfungen bewässert werden.

Dieses Szenario sei heuer nicht zu befürchten, stellt OK-Präsident Thomas Blatter erleichtert fest. «Wenn das Wetter so bleibt, dann werden wir an den Pferdesporttagen diesmal ideale Verhältnisse vorfinden.»

Veranstaltung mit Tradition

Die jüngsten Niederschläge gefährden die Durchführung nicht. Die Veranstaltung profitiert laut Blatter vom Umstand, dass auf dem Gelände früher Kies abgebaut wurde. Das Wasser versickere hier deshalb sehr gut, erklärt der OK-Präsident.

Die Springkonkurrenz in Sulgen gehört nicht zu den allergrössten Reitsportveranstaltungen in der Ostschweiz, dafür aber zu den traditionsreichsten. Für die Durchführung zeichnet der 1913 gegründete lokale Reitverein verantwortlich.

Bereits seit über 50 Jahren messen sich Reiterinnen und Reiter regelmässig in Sulgen. Als Datum hat sich das zweite August- Wochenende eingebürgert.

17 Prüfungen an drei Tagen

Am Pferdesportanlass in Sulgen messen sich vor allem Spring- reiterinnen und Springreiter mit einer regionalen Lizenz. Die meisten kommen aus den Kantonen Thurgau, St. Gallen, Schaffhausen und Zürich.

Bis Sonntagnachmittag stehen 17 Prüfungen auf dem Programm, bei denen die rund 200 Teilnehmer etwas über 400 Starts absolvieren werden. Die sportlich anspruchsvollste Prüfung mit Hindernissen bis zu einer Höhe von 115 cm gilt es zum Abschluss des ersten Tages zu meistern.

OKV-Cup und Derby

Ein Highlight ist der OKV-Cup am Samstag, zu dem 14 Vereine aus dem Rayon Nord antreten. Es ist die letzte von vier Qualifikationsprüfungen für den Final und daher besonders spannend.

Das Derby, mit dem der zweite Wettkampftag ausklingt, hat einen hohen Unterhaltungswert und bietet den Zuschauern nach den positiven Erfahrungen im Vorjahr auch heuer wieder die Gelegenheit zu wetten.

Springplatz mit natürlichen Hindernissen

Der Springplatz «Im Grund» hat insofern eine spezielle Charakteristik, als er auch einige natürliche Hindernisse aufweist. «Das macht die Prüfungen für die Springreiter und Zuschauer noch interessanter, und die Parcoursbauer haben mehr Möglichkeiten», erklärt Blatter.

Damit die Sulger Pferdesporttage in dieser Form überhaupt stattfinden können, müssen zwei Voraussetzungen gegeben sein: Zum einen bedarf es der Mithilfe der Vereinsmitglieder, sowohl beim Aufbau der Infrastruktur, als auch während des Anlasses selbst, zum andern ist der veranstaltende Reitverein auf die finanzielle Unterstützung durch Sponsoren angewiesen.

«Es ist in letzter Zeit schon schwieriger geworden», räumt der OK-Präsident ein, «doch wir sind in der glücklichen Lage, viele treue Gönner zu haben.»

Weitere Informationen über die Veranstaltung im Internet auf www.rv-sulgen.ch und www.okv.ch.

Rahmenprogramm

Auch abseits der Springprüfungen bietet der Reitverein Sulgen den Veranstaltungsbesuchern einiges. «Die Pferdesporttage sollen ein Anlass für die ganze Familie sein», sagt OK-Präsident Thomas Blatter. Mit einer Hüpfburg für Kinder, einem Glacestand, einer Bar und nicht zuletzt mit der grossen Festwirtschaft können verschiedene Bedürfnisse abgedeckt werden. Parkplätze stehen in unmittelbarer Nähe des Springplatzes zur Verfügung. Und wie in der Vergangenheit können die Sulger Pferdesporttage gratis besucht werden. (st)