Pferdesporttage Sulgen: Der Sieger verzichtet aufs Finale

Der Kavallerieverein Waldkirch profitiert von einer nicht alltäglichen Chance.

Daniela Ebinger
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Jana Fatzer aus Neukirch mit Calinka. (Bild: Daniela Ebinger)

Jana Fatzer aus Neukirch mit Calinka. (Bild: Daniela Ebinger)

Mit viel Wetterglück konnten die drei Pferdesporttage auf der Wiese «Im Grund» durchgeführt werden. Dabei fanden 17 Prüfungen mit über 400 Starts statt. Eines der Highlights war die Austragung der vierten Qualifikationsprüfung für den OKV-Cup des Rayons Nord am Samstagnachmittag. Für Amriswil startete Cheyenne Stadler. Sie ritt bei der Einlaufprüfung einen fehlerfreien Durchgang. «Doch bei der Anschlussprüfung hatte ich ärgerlicherweise eine Stange», sagte die Salmsacherin. Ihrem Pferd sei das Waldstück mit den Bäumen nicht geheuer gewesen. Doch das Equipenreiten findet die ehemalige Vierkampfsportlerin sehr spannend. «Es gibt einen guten Zusammenhalt im Verein und fördert einen gesunden Kampfgeist», sagte sie und gönnte ihrem Pferd Calvin Klein nach der sportlichen Leistung eine kleine Abkühlung mit dem Wasserschlauch. Fürs anschliessende Stechen reichte es aber nicht.

Mit vollem Einsatz

Als Sieger ging der Kavallerieverein Hinterthurgau vor dem Reitverein Berg vom Platz. Cornel Büsser war der letzte Reiter der Sieger-Equipe. «Da meine Vorgänger schon sehr gute Durchgänge absolvierten, konnte ich uns für das Stechen schonen und nachher vollen Einsatz geben», sagte der Aadorfer. Er absolvierte einen souveränen, fehlerfreien Parcours und holte für den Verein das Ticket für das Finale im Birmensdorf am 18. August. Doch darauf verzichtet der Kavallerieverein. «Wir haben an diesem Wochenende selbst unsere Springkonkurrenz und brauchen dafür jeden Mann und jede Frau», sagte der OK-Präsident des Anlasses. Somit wird gemäss OKV-Reglement der Kavallerieverein Waldkirch nachrutschen.

Als Zuschauerinnen sind Luana Bürgler und Jael Schneggenburger in Sulgen. Die beiden Mädchen reiten beide und konnten schon erste Turniererfahrungen sammeln. «An solchen Wettkämpfen lernt man die Schwächen und Stärken von sich selbst und die des Pferdes kennen», sagte Luana und Jael gab zu, doch jedes Mal ein bisschen nervös zu sein. Die Mittelstufenschülerinnen fieberten fleissig für ihre Favoriten und freuen sich, wenn auch sie einmal wie die Grossen für ihren Verein an einem Equipen-Springen teilnehmen können.

Ein Derby mit 21 Hindernissen

Am anschliessenden Derby mit 21 Hindernissen in zwei Stufen konnten die Zuschauer ihre Wetten abgeben. «Ich hab’ mich vorgängig anhand der Startliste schlau gemacht», sagte Bettina Schweizer. Letztes Jahr gehörte sie zu den glücklichen Gewinnern. Aufgeteilt habe sie rund 30 Franken erhalten. Doch diese schafften nicht den Weg bis nach Hause, sondern wurden am Stand für Pferdesportartikel in Pferde-Läckerli investiert.

Resultate unter rvsulgen.blogspot.com