Pfarrermangel: Nun soll es in der Gegend Arbon pastorale Räume geben

Die Pfarreien Arbon, Horn und Steinebrunn bilden bald einen Pastoralraum. Grund dafür ist, dass die Priester Mangelware sind.

Hedy Züger
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Kirchenpräsident Dominik Diezi Referentin und Margrith Mühlebach. (Bild: Hegy Züger)

Kirchenpräsident Dominik Diezi Referentin und Margrith Mühlebach. (Bild: Hegy Züger)

«Es ist uns bewusst, dass der Bischof das letzte Wort hat», sagt Kirchenpräsident Dominik Diezi im Pfarreizentrum. Ziel sei es, fehlendes Wissen einzuholen. Das Thema Pastoralraum werde mit Vertrauen, ohne Verbissenheit zu diskutieren sein.

Katholiken aus Arbon und ebenfalls eine starke Delegation aus Steinebrunn waren gekommen, um sich über die neue personelle und administrative Gestaltung der Pfarreien informieren zu lassen. Als Referentin stand Margrith Mühlebach, Regionalverantwortliche im Bistum Basel, zur Verfügung.

Mehrere Verträge laufen 2019 aus

Im Bistum Basel sind bereits Pastoralräume gegründet worden, auch im Oberthurgau. Jetzt soll diese Organisationsform auch Arbon, Horn und Steinebrunn erreichen. 2019 läuft der Zehnjahresvertrag zwischen dem Bistum Basel, dem polnischen Kloster der Pallottiner, der Kirchgemeinde Arbon und von Pater Henryk Walczak aus. Dieser erreicht das Pensionsalter, wird aber in der Schweiz bleiben und eine kleinere Aufgabe übernehmen.

Jeder Pastoralraum werde weiterhin von einem Priester begleitet, der hauptsächlich seelsorgerische Aufgaben erfüllt, während für die Gemeindeleitung auch Katecheten oder Teamkollegen mit ähnlicher Ausbildung in Frage kommen. Wichtig sei die Ausbildung in Gemeindeleitung, sagte Mühlebach. Der Bistumsleitung scheint es wichtig zu sein, dass das ganze Team neu startet und nicht auf altvertraute Pfarreiverantwortliche stösst.

Die Chemie in der Gemeindeleitung müsse stimmen, sagte Margrith Mühlebach. Sie deutete an, dass für die Gemeindeleitung des Pastoralraums Arbon-Horn-Steinebrunn Interesse bestehe. Das Datum für den Start im neu zu organisierenden Pastoralraum ist noch offen. Wie bisher behält die Kirchenvorsteherschaft das Auswahl- und Vorschlagsrecht. Die Kirchbürgerschaft wird die Wahl vornehmen.