Petitionskomitee ist gegen die Versetzung der Arboner «Wunderbar»

Der Stadtrat versucht im Zoff um das beliebte Arboner Hotel und Restaurant die Wogen zu glätten und prüft eine Versetzung der «Wunderbar». Doch davon will das Petitionskomitee nichts wissen.

Sheila Eggmann / Annina Flaig
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Dieses kleine Hotel in Arbon direkt am See will das Petitionskomitee vor dem Abbruch retten. Über 5000 Leute haben die Petition bisher unterschrieben.

Dieses kleine Hotel in Arbon direkt am See will das Petitionskomitee vor dem Abbruch retten. Über 5000 Leute haben die Petition bisher unterschrieben.

Bild: Reto Martin

Im Streit um die Arboner Wunderbar steht eine neue Lösung zur Diskussion: Die Stadt lässt eine mögliche Versetzung prüfen. Ausserdem plant Konradin Fischer, Teilhaber der ZIK Immo AG, seit längerem als Ersatz für die Wunderbar eine Kantine im Foyer des Saurer Museums. Nun melden sich die Initianten der Petition gegen den Abbruch der Wunderbar wieder zu Wort. In einem gestern verfassten Schreiben stellen sie sich sowohl gegen die Versetzung, als auch gegen die neue Kantine.

Das Petitionskomitee fordert von den Eigentümern, dass die Wunderbar offen bleibt und nicht auf Vorrat abgerissen wird. Sie schreiben:

«Dieser historisch und touristisch einzigartige Platz soll für die Öffentlichkeit weiterhin zugänglich sein.»

Ausserdem sei das geplante Museumskaffee «mit begrenzten Öffnungszeiten ohne Gartenwirtschaft in keiner Weise» ein Ersatz. In ihrem Schreiben appellieren sie weiter an die gesellschaftliche und soziale Verantwortung der Eigentümer der ZIK Immo AG und fordern, dass die Arbeitsplätze in der Wunderbar erhalten bleiben. Nach Ansicht des Komitees ist der aktuelle Weiterbetrieb rechtmässig solange der Rechtsweg noch offen ist.

Die Stimmen der über 5000 Unterzeichner der Petition müssten gehört werden. Die Gruppe fordert, dass an der Stelle der Wunderbar am See weiterhin ein Gastro- und Hotelangebot besteht. «Die Wunderbar ist für den Tourismusstandort Oberthurgau von zentraler Bedeutung.» Das Gebäude als Zeugnis aus der Saurerzeit gehöre zu diesem Platz wie der Bodensee und könne nicht verschoben werden. Das Komitee verlangt – gemeinsam mit vielen Menschen aus nah und fern, wie es schreibt – dass die Wunderbar für die Öffentlichkeit erhalten bleibt.