Märstetter Gemeinderat
Ein Aadofer hält Märstetten am laufen - weshalb der Kanton dem Gemeinderat ein Mitglied von aussen aufzwingt

Nachdem vier Gemeinderäte aus der Behörde zurück getreten sind, hat der Kanton ein Interimsmitglied für den Gemeinderat bestimmt. Grossrat Bruno Lüscher wird die Exekutive unterstützen, bis diese wieder beschlussfähig ist.

Sabrina Bächi
Merken
Drucken
Teilen
Der Märstetter Gemeinderat ist nicht mehr beschlussfähig. Das Departement setzt deshalb einen Ersatzgemeinderat ein.

Der Märstetter Gemeinderat ist nicht mehr beschlussfähig. Das Departement setzt deshalb einen Ersatzgemeinderat ein.

Bild: Andrea Stalder

Im Märstetter Gemeinderat herrscht akuter Personalmangel. Denn statt deren sieben, sind seit dem Rücktritt von Diana Manser Ende Dezember nur noch drei Mitglieder in der Behörde. Die Exekutive ist entsprechend nicht mehr beschlussfähig. Aufgrund dessen entscheidet nun das Departement für Inneres und Volkswirtschaft (DIV) als zuständige Aufsichtsbehörde über das weitere Vorgehen.

Seit Donnerstagabend ist nun klar, wie es in Märstetten weiter gehen soll. Departementschef Walter Schönholzer setzt eine externe Person ein, «die über konkrete Erfahrung in der Führung einer Gemeinde verfügt, den korrekten Gang der Dinge überwachen und den eigenen Sachverstand unabhängig einbringen kann», heisst es in einer Mitteilung.

Ein Aadorfer in Märstetten

Das Departement hat Bruno Lüscher aus Aadorf diese Aufgabe übertragen. Lüscher war selbst von 1991 bis 2015 Gemeindepräsident in Aadorf und seit 2004 im Grossen Rat. «Er ist damit in hohem Mass geeignet, den Gemeinderat im oben geschilderten Sinn zu ergänzen und zu begleiten.»

Bruno Lüscher aus Aadorf ist interimistisch Gemeinderat in Märstetten.

Bruno Lüscher aus Aadorf ist interimistisch Gemeinderat in Märstetten.

Bild: PD

Seit dem 22. Januar ist Lüscher als ausserordentlicher Gemeinderat der Politischen Gemeinde Märstetten eingesetzt. Er ist bei den Sitzungen des Gemeinderats antrags- und stimmberechtigt. Diese Amtseinsetzung ist interimistisch und gilt solange bis die Behörde wieder beschlussfähig ist.

Am 7. März finden Ersatzwahlen statt. Bisher haben sich zwei Kandidaten zur Wahl gestellt. Gesucht sind demnach aber vier. Allfällige Ersatzwahlen waren auf den 13. Juni angesetzt. Dies erachtet das Departement als zu spät und setzt den zweiten Wahlgang auf den 28. März an.