Parteiversammlung: Die SP Arbon fasst ihre Parolen

An der Parteiversammlung der SP Arbon sprach Evelyne Jung, neue Präsidentin Arbon Tourismus, über den Verein. Es sei ein schwieriger Einstieg gewesen.

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Das Infocenter in der Arboner Altstadt.

Das Infocenter in der Arboner Altstadt.

Nana Do Carmo

(red) An der Parteiversammlung der SP Arbon informierte Evelyne Jung, neue Präsidentin von Arbon Tourismus, über den Verein. Die Pläne des Kantons lösen Ungewissheit aus, sagte sie. Die Region werde stärker mit Romanshorn als Zentrum vermarktet. Es sei unsicher gewesen, ob das Infocenter in Arbon bleibe.

Schwieriger Einstieg

Da Evelyn Jung ohne Kenntnisse der rechtsgültigen Vertragssituation rund um Arbon Tourismus Präsidentin des Vereins geworden war, sei ihr Einstieg schwierig gewesen. Corona, abgesagte geplante Workshops, Reklamationen über die Info Points und Missverständnisse hätten die Zeit geprägt. Notwendig seien lösungsorientierte Gespräche gewesen.

Heute ist für Evelyne Jung klar: Das Infocenter bleibt, das Marketing ist jedoch Sache von Thurgau Tourismus. Arbon könne nur mitreden und lokale Druckerzeugnisse zu Sehenswürdigkeiten und der Ortsgeschichte herstellen.

Evelyne Jung hält denn daran fest, dass die Vereinbarung mit der Stadt Arbon und Thurgau Tourismus nur für zwei Jahre unterzeichnet werden soll und ein Reporting eine Kontrollbasis schaffen müsse.

Nomination und Parolen

Da Eliane Niederer als Schulrätin der PSG Arbon nicht mehr antritt, nominiert die SP Carole Hollenstein. Als junge Sozialpädagogin und Mutter freue sie sich, mit Sachwissen und Enthusiasmus für die Bildung der Kinder zu arbeiten. Dabei sei für sie Chancengleichheit das zentrale Thema. Heute arbeite sie punktuell am Arboner Wochenmarkt mit. Vor allem engagiere sie sich aber in den HEKS-Gärten, und erlebe dort während ihrem Einsatz für Migrierende auch die Freude, wenn Lernen gelingt.

Ja zum Budget und zum Landkreditkonto

Einstimmig ist die SP für die Erhöhung des Landkreditkontos auf 10 Millionen und ein Ja zum Budget 2021. Auch wenn die Folgen von Corona ab 2022 fordern werden, könne derzeit einem Budget zugestimmt werden, das «vorsichtig genug» ist. Es sieht einen kleinen Gewinn, mehr Investitionen und keine Beantragung auf Steuerfusserhöhung vor. Trotz Corona sähen die Hochrechnungen für 2020 gut aus. Besonders zu betonen sei, dass kein Ausgabenfaktor so stabil sei wie die Personalkosten – und dies trotz steigender Anforderungen und Einwohnerzahlen.

Beim Landkreditkonto hätte sich die Fraktion gerne weiter für 15 Millionen eingesetzt, schreibt die Partei in einer Mitteilung. Da es nach dem Abstimmungsergebnis im Parlament keine Empfehlung durch dieses gegeben hätte, sei die SP auf die 10 Millionen umgeschwenkt. Damit bewege man sich in einem Bereich, in dem der Stadt eine aktive Bodenpolitik möglich sei und eine sinnvolle Stadtplanung umsetzbar bleibe. Die Parteiversammlung unterstützte dies mit einem einstimmigen Ja.

Die SP Arbon ruft zu einem Ja für die beiden Initiativen auf: Volksinitiative «Für ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten» und die sogenannte Konzernverantwortungsinitiative, schreibt die Partei. Sie ist überzeugt, dass eine Schweiz, die für den Frieden, die Menschenrechte und den Schutz der Umwelt steht, ein Image schafft, das allen, auch den Unternehmen, dient.

Zum Schluss der Versammlung wurden Carmelo Campaillas Verdienste gewürdigt. Er tritt aus dem Vorstand der SP aus.