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Pädagogische Leiterin der
finanziell angeschlagenen Phoenix-Heime in Weinfelden und Müllheim weist Vorwürfe zurück

Seit Dezember habe sie keinen Lohn mehr erhalten, sagt Jacqueline Romann, die pädagogische Leiterin der Phoenix-Wohnheime für schwer erziehbare Jugendliche. Sie habe nie etwas mit den Rechnungen oder der Budgetplanung der Heime zu tun gehabt, weist sie Vorwürfe zurück, sie sei mitverantwortlich für das finanzielle Desaster.
Sabrina Bächi
Jacqueline Romann, Pädagogische Leiterin Phoenix Wohnen GmbH. (Bild: PD)

Jacqueline Romann, Pädagogische Leiterin Phoenix Wohnen GmbH. (Bild: PD)

Seit 2011 hat Jacqueline Romann die pädagogische Leitung der Wohngemeinschaften Phoenix in Weinfelden und Müllheim inne. Hinter dem Projekt und ihrer Arbeit mit den Jugendlichen steht sie immer noch. Doch aufgrund der Liquidationsprobleme hat sich die gesamte Belegschaft entschlossen, das sofortige Konkursverfahren zu erwirken.

Romann weist alle von Monika Egli-Alge gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück. «Ich hatte nie etwas mit den Rechnungen oder der Budgetplanung zu tun», sagt sie. Auch dass es problematische Kündigungen gegeben haben soll, weist Romann von sich. Sie sagt:

«Dazu nehme ich weiter keine Stellung»

Eine hohe Fluktuation der Mitarbeiter kann sie ebenfalls nicht bestätigen. «Im Jugendbereich ist unsere Fluktuation im Normalbereich.» Das etwas grundlegend nicht mehr stimme, hätten sie und ihre Mitarbeiter bereits im Sommer vermutet. Ende Dezember kam dann auch kein Lohn mehr. «Bei mir sind der 13. Monatslohn und die Löhne von Dezember bis Februar noch ausstehend», sagt Romann.

Verein wurde von Mitarbeitern angestossen

Aufgrund dieser massiven Pro­bleme haben die Mitarbeiter gemeinsam die Gründung eines Vereins angestossen. Die GmbH soll in diesen Verein überführt werden. Das Problem: Solange die Löhne nicht beglichen sind, müsste der Verein die Schulden übernehmen, die er aber nicht finanzieren kann. Der Verein Phoenix besteht derzeit aus drei Personen, die teilweise selbst in der Heimleitung tätig sind.

«Ich erlebe die Situation mit den Mitarbeitern und Jugendlichen derzeit sehr solidarisch. Ich bin froh, dass wir nun offen über alles sprechen können», sagt Romann. Sie hofft, dass der «Worst Case» nicht eintritt und die Jugendlichen keinen neuen Platz benötigen.

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