Orchester ohne Dirigent: die Camerata Aperta geht neue Wege

In Weinfelden konzertiert am Samstag zum ersten Mal die Camerata Aperta. Das Streichorchester wurde neu gegründet

Sabrina Bächi
Hören
Drucken
Teilen
Katharina Alder hat mit zwei weiteren Weinfeldern die Camerata Aperta gegründet.

Katharina Alder hat mit zwei weiteren Weinfeldern die Camerata Aperta gegründet.

(Bild: Mario Testa)

Nach drei ganztägigen Proben wagt die Camerata Aperta den Schritt auf die Bühne. Das Ensemble mit 15 Streichern wurde neu gegründet und lockt mit einer unkonventionellen Aufführungsart: Sie spielen ohne Dirigenten. «Der Grund, weshalb wir keinen Dirigenten haben ist, dass so alle Musiker die Interpretation der Stücke mitbestimmen können», sagt Katharina Alder.

Sie ist eines von drei Gründungsmitglieder. «Wir drei wohnen in Weinfelden und kennen uns schon lange – haben auch schon zusammen musiziert», erzählt Alder, die auf der Violine spielt. Mit Cellist Johannes Herzog und Kontrabassistin Elisabeth Forster wollte sie das Angebot an Kammermusik erweitern.

Weitere Konzertreihe im Sommer geplant

Doch nicht nur das. Die Camerata soll neues Publikum erreichen, weniger elitär sein, offen für alle und offen für Neues. «Im Sommer planen wir eine weitere Konzertreihe, dann aber draussen mit Grill und weiteren Künstlern, die etwa Lichtinszenierungen machen», sagt Alder. Zunächst soll am Samstag jedoch die Premiere gut über die Bühne gehen.

Am Samstag spiel das Orchester im Rathaussaal um 20 Uhr. Am Sonntag präsentieren sie ihr Programm im Eisenwerk um 17 Uhr. Mit romantischen und urchigen Klängen wollen sie das Publikum verzaubern. Werke von Grieg oder Bartok werden gespielt.

Der Eintritt kostet 25 Franken für Erwachsene. Bis 18 Jahren ist der Eintritt gratis. Tickets unter karten@camerata-aperta.ch www.camerata-aperta.ch