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Oratorienchor Kreuzlingen meistert gesangliche Herausforderungen

Zusammen mit der Südwestdeutsche Philharmonie begeistern die Sängerinnen und Sänger.
Inka Grabowsky
Die Solisten, Sänger und Musiker holen sich den verdienten Applaus ab. (Bild: Inka Grabowsky)

Die Solisten, Sänger und Musiker holen sich den verdienten Applaus ab. (Bild: Inka Grabowsky)

Die Probenarbeit des Oratorienchors Kreuzlingen mit Südwestdeutscher Philharmonie und vier Solisten war, anders als die Kompositionen, offenkundig vollendet. Die sechzig Laien-Sängerinnen und Sänger – zum Teil altgediente Mitglieder, zum Teil Projektsänger – meisterten nach fünfmonatigen Vorbereitungen die gesanglichen Herausforderungen von Mozarts c-Moll-Messe gut.

Diese ist zum Teil doppelchörig, also mit acht Stimmen zu singen. Das zu koordinieren ist keine triviale Aufgabe. «Ich wollte das Stück schon lange einmal machen», sagt die Chorleiterin Annedore Neufeld. «Nachdem wir beim letzten grossen Konzert die recht moderne Sea-Symphony gesungen hatten, passte es ideal.»

Mozart's unvollendetes Werk

Mozart hatte sich mit der Messe wahrscheinlich für die Genesung seiner späteren Frau, der Sopranistin Constanze Weber, bedanken wollen. Warum er die Arbeit nie beendete, weiss man nicht. Vor drei Jahren ergänzte der Dirigent Frieder Bernius gemeinsam mit dem Musikwissenschaftler Uwe Wolf behutsam fehlende Stimmen.

Was nicht wenigstens als Skizze vorlag, blieb unberücksichtigt. «Es fehlt etwas – aber irgendwie auch nicht», meint die Dirigentin. «Das Wichtigste ist da. Im Credo gibt es beispielsweise anders als sonst kein Crucifixus – aber trotzdem ist es ein unglaublich schöner Satz, der beim ‹Et incarnatus est› die grosse Virtuosität der Sopranistin zeigt.»

Ana Maria Labin zeigte sich am Sonntagabend den Erwartungen gewachsen. Die zweite Sopranistin Claudia von Tilzer, der Tenor Nino Aurelio Gmünder und der Bassbariton Robert Koller wurden in der vollbesetzen St. Stefanskirche allerdings nicht weniger bejubelt.

Dirigentin ging sensibel an das Stück heran

Die Tatsache, dass die Südwestdeutsche Philharmonie mit Schuberts h-Moll-Symphonie auch etwas Unvollendetes im Programm hatte, hat sich nach Angaben von Neufeld zufällig ergeben. Selbstverständlich hat die Dirigentin das Premierenkonzert am 22. September im Konstanzer Konzil mitverfolgt. «Bei mir klingt es etwas anders. Es gibt eine leicht andere Besetzung, der Kirchenraum von St. Stefan hat eine sehr reiche Akustik, und ich habe als Dirigentin eine eigene Klangvorstellung - Ich gehe sehr sensibel an das Stück heran.»

Chor, Solisten, Orchester und Dirigentin stellten einmal mehr unter Beweis, dass sie ein eingespieltes Team sind. «Wir kennen uns alle schon lange und vertrauen einander», so Annedore Neufeld. Trotzdem will der Chor bei seinem nächsten Projekt ohne externe Unterstützung auskommen. Nach den Herbstferien beginnen die Arbeiten an «Licht und Schatten», bei dem er a-capella moderne und barocke Lieder singen wird.

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