Schweizer Bands mischen Konstanz auf

Der Kreuzlinger Verein Kultling bringt am Freitag, 7. Juni, Mundartmusik ans Konstanzer Open-See-Festival. Mit der Aktion möchten die Veranstalter die Konzertgänger von beiden Seiten der Grenze vereinen.

Nicole D'Orazio
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Valentin Huber und Benni Kreibich freuen sich aufs Open-See-Festival. (Bild: Donato Caspari)

Valentin Huber und Benni Kreibich freuen sich aufs Open-See-Festival. (Bild: Donato Caspari)

Im Konstanzer Stadtgarten wird am Freitagabend, 7. Juni, Schweizerdeutsch zu hören sein. Um 19.15 Uhr steht «Stahlberger» auf der Bühne des Open-See-Festivals. Um 20.45 Uhr folgt «Pätschwerk». Den Abend eröffnet um 18.15 Uhr das Gebhardschul-Ukulele-Orchester. Der Eintritt ist gratis. Organisiert wird der Schweizer Abend vom Kreuzlinger Verein Kultling.

Der Konstanzer Verein Kulturladen, kurz Kula, organisiert seit Jahren das Festival. Seit fünf Jahren an drei Tagen. «Wir hatten die Idee, den Freitag für Kooperationspartner zu öffnen, um neue Themen rein zu bringen. Da dachte ich an die Kreuzlinger Kollegen von Kultling», sagt Benni Kreibich, Programmleiter des Kula. Er kennt dessen Präsidenten, Valentin Huber, vom Kreuzlinger Horst Club. Der Konstanzer gehört zu dessen Gründungsmitgliedern.

Die Grenze soll aus den Köpfen verschwinden

«Ich habe gemerkt, dass im Horst Club das Publikum oft gemischt ist. Das heisst von beiden Seiten der Grenze. Schliesslich sind Kreuzlingen und Konstanz wie eine Stadt», sagt Kreibich.

«Doch sonst existiert die Grenze noch in den Köpfen vieler Kulturfreunde. Das wollen wir ändern.»

Das heisst, dass am Open See die Schweizer Gäste sehr willkommen sind. «Ich war natürlich sofort von der Idee begeistert», sagt Valentin Huber. «Ich finde auch, dass wir die Konstanzer und Kreuzlinger noch stärker zusammen bringen müssen.»

Er sei stolz, dass man mit «Stahlberger», eine populäre Ostschweizer Band habe engagieren können. Diese sei ihnen beim Engagement stark entgegengekommen. Huber hofft deswegen auf viele Fans aus der Schweiz. «Wann sieht man die Band schon mal gratis? Auch bin ich auf die Reaktion der Deutschen gespannt.»

Schwierig, an Fördergelder zu kommen

Für das Budget des Schweizer Abends hat Kultling 1000 Euro vom Kula sowie 2000 Franken von der Stadt Kreuzlingen erhalten. Sonst sei es schwierig gewesen, Fördergelder zu erhalten. «Weil das Konzert eben ennet der Grenze stattfindet. Schade», sagt Huber. Die restlichen Kosten von rund 800 Franken trägt deswegen der Verein selber. «Das holen wir mit Aktivitäten wieder rein. Das passt schon.»

Weitere Infos unter: www.kulturladen.de/open-see.html

Das Kultling-Programm steht

Das Festival von Kultling findet während des Kreuzlinger Seenachtfestes vom 9. bis 11. August auf dem Gelände des See-Burgtheaters statt. Geplant sind Auftritte unter anderen von Doesntmatteranyone oder Mr. Leader. «Im kommenden Jahr bringt dann das Kula im Gegenzug eine Band ans Kultling», sagt Präsident Valentin Huber. 
www.kultling.ch

Dieb nimmt nachts beim Kultling Soundanlage mit

KREUZLINGEN. Das dreitägige Festival Kultling bei der Seeburg in Kreuzlingen war ein Erfolg. Dennoch bleibt ein bitterer Nachgeschmack. In der Nacht von Samstag auf Sonntag sind den Organisatoren ein Subwoofer und zwei Boxen geklaut worden.