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Open Air Bischofszell kann auf ein treues und zufriedenes Publikum bauen

Die Veranstaltung auf dem Heuberg in Schweizersholz gilt als ältestes Open Air der Schweiz. Sie fand am Wochenende zum 47. Mal statt. Geändert hat sich in all den Jahren kaum etwas. Gerade das wird vom Publikum aber geschätzt.
Monika Wick
Vor der Bühne geht es im Publikum locker zu und her. (Bild: Monika Wick)

Vor der Bühne geht es im Publikum locker zu und her. (Bild: Monika Wick)

Noch ist es ganz ruhig auf dem Gelände des Bischofszeller Open Airs, das seine Zelte im wahrsten Sinne des Wortes am Waldrand auf dem Heuberg aufgeschlagen hat. Besucher sitzen vor teils aufwendigen Bauten, die ihnen während des Festivals ein Zuhause bieten.

Während Kinder unbeschwert miteinander spielen, braten Erwachsene über dem offenen Feuer Fleisch und Gemüse. Andere setzen eher auf Nahrungsaufnahme in flüssiger Form. Der Platz vor der Bühne ist noch leer.

Plattform für Nachwuchsbands

Das ändert sich schlagartig, als die Flawiler Band The Rule die Bühne betritt. Sie bildet am Samstag den Auftakt zu einem abwechslungsreichen Programm. «Isch uhuere geil, dass mir do dörfet spiele, am ältischte Open Air vo de Schwiiz», begrüsst Sänger Finn Rupp das Publikum.

Die Band The Rule spielt vor ganz jungen Open-Air-Besuchern. (Bild: Monika Wick)

Die Band The Rule spielt vor ganz jungen Open-Air-Besuchern. (Bild: Monika Wick)

Zusammen mit seinen Brüdern Noah und Sven entlockt er den Instrumenten soliden Rock, der aus einer Zeit stammen könnte, in der die drei jungen Musiker noch gar nicht geboren waren.

Absage an Wachstum und Kommerz

Engagiert hat das Trio aus dem Kanton St.Gallen Nadine Keller, die mit Ruedi Seiler das Open Air präsidiert. Nadine Keller ist erst 19 Jahre alt. «Ich war schon im Bauch meiner Mutter dabei», erzählt die Bischofszellerin und lacht.

«Es liegt mir am Herzen und ich gebe alles dafür, dass es auch bestehen bleibt», fügt sie hinzu. Den Anlass zu vergrössern, kommt für Keller nicht in Frage. Sie möchte ihn weiterhin klein und unabhängig halten.

Die Zeit auf dem Festivalgelände gestaltet jeder nach Lust und Laune. (Bild: Monika Wick)

Die Zeit auf dem Festivalgelände gestaltet jeder nach Lust und Laune. (Bild: Monika Wick)

Corinne Christen aus Oberaach, die mit ihren beiden Söhnen gekommen ist, schätzt das: «Mir gefällt das Einfache. Es ist sehr gediegen hier.» Ihre Kollegin Claudia Fey aus Leutswil pflichtet ihr bei: «Schön ist auch, dass man hier viele Leute kennt und Kinder mitnehmen kann.»

Vor der Bühne tummeln sich jetzt Alte und Junge, Dunkel- und Hellhäutige oder solche, die ihre Freude an der Musik mit ausgefallenen Tanzchoreografien ausdrücken. «Das ist das Schöne an diesem Open Air – hier können alle sein, wie sie sind, ohne beurteilt zu werden», sagt eine Besucherin, die der Musik der Band Adam’s Wedding lauscht.

Open-Air-Besuch als Überraschung

Vor dem Gelände zieht derweil eine Gruppe junger Leute in pinken Shirts die Blicke auf sich. Der Schriftzug auf dem Leiterwagen verrät, dass es sich hier um einen Junggesellinnenabschied handelt.

«Der Besuch am Open Air ist eine Überraschung für mich», verrät Braut Vanessa Weber. Jetzt tanzt die 27-Jährige aus Niederbüren aber erst einmal mit einem anderen Mann. Passende Musik liefern Allison, Les Touristes, Boris’ Pilleris’ Jammin’ und die Pedestrians.

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