Olivenbaum

Evangelisch Bussnang verzichtet auf einen mumifizierten Baum im Chorraum

Die Stimmberechtigten von Evangelisch Bussnang-Leutmerken haben sieben Traktanden gutgeheissen. Einen Kredit zur Neugestaltung des Chorraums lehnen sie ab.

Mario Testa
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Die evangelische Kirche in Bussnang.

Die evangelische Kirche in Bussnang.

Bild: Nana Do Carmo

Stefanie Stuckert ist zufrieden. Bei sieben der acht traktandierten Geschäfte entschieden die Stimmberechtigten im Sinne der Präsidentin der Evangelischen Kirchgemeinde Bussnang-Leutmerken. Nur eines lehnen die fast 20 Prozent der Stimmberechtigten, also 221 Teilnehmenden der Urnenabstimmung vom Sonntag, ab: den Kredit über 15'000 Franken für einen mumifizierten Olivenbaum, der den Chorraum hätte schmücken sollen.

Stefanie Stuckert, Präsidentin Evangelische Kirchgemeinde Bussnang-Leutmerken.

Stefanie Stuckert, Präsidentin Evangelische Kirchgemeinde Bussnang-Leutmerken.

Bild: Monika Wick

«Ich denke, die Leute wollten jetzt nicht so viel Geld ausgeben für einen unechten Baum – nun da wir ohnehin bald viel Geld für ein neues Kirchgemeindehaus brauchen», sagt Stuckert. «Ich hätte den Baum schön gefunden, er hätte den grossen Raum gut gefüllt. Aber natürlich respektiere ich den Entscheid der Kirchbürger. Wir werden vorläufig auch nicht mit etwas Neuem zur Gestaltung des Chorraums kommen.»

Ein erster Schritt zum neuen Kirchgemeindehaus

Den Kredit zur Erarbeitung einer Planungskredit-Vorlage für das neue Kirchgemeindehaus im Umfang von 5'000 Franken war die zweite umstrittene Vorlage. Mit 55,5 zu 44,5 Prozent nahmen ihn die Stimmberechtigten dann aber doch an. Alle weiteren Vorlagen erreichten eine hohe Zustimmung. Die Reduktion des Arbeitspensums von Pfarrer Andreas Palm um 20 Prozent heissen fast drei Viertel der Stimmberechtigten gut. Sie schaffen damit die Möglichkeit, eine 40-Przentstelle für eine Jugenddiakonie zu schaffen. «Mich freut es sehr, dass wir nun mit der Jugendarbeit loslegen können», sagt Stefanie Stuckert.

«Möglich machte das Andreas Palm, weil er bereit war, auf die Hälfte seines Pensums zu verzichten.»

Die Reglemente zum Spendenfonds und zum Diakoniefonds werden mit über 70 Prozent Ja-Stimmen angenommen ebenso das Budget 2021 mit einem Rückschlag von knapp 105'000 Franken. Den Steuerfuss belassen die Kirchbürger bei 18 Prozent und sie heissen die neue Gemeindeordnung gut.