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Ohrenzeugen im Gottlieber Schlosspark

Zur «Stunde der Gartenvögel» waren Hobby-Ornitologen am Seerhein unterwegs. Im sonst gesperrten Privatgelände sind sie auf viele Arten gestossen.
Inka Grabowsky
Oben im Baum läuft ein Kleiber. Doch ihn ins Fernglas zu bekommen, ist nicht so einfach. (Bild: Inka Grabowsky)

Oben im Baum läuft ein Kleiber. Doch ihn ins Fernglas zu bekommen, ist nicht so einfach. (Bild: Inka Grabowsky)

«Das ist ein Zilpzalp, da eine Singdrossel und dieses hohe Zirpen kommt vom Sommergoldhähnchen», sagt Vogelexperte Heiko Hörster. «Der melodiöse Gesang stammt von der Mönchsgrasmücke. Das Rotkehlchen klingt dagegen kläglich.» Die Laien stehen da und staunen. Nur den Kuckuck erkennen alle ohne geschultes Gehör. Nach einer Stunde intensiven Lauschens sind am Freitagabend gut zwei Dutzend Vogelarten auf ihrer Liste gestanden.

Rund 50 Interessierte hatten sich zur «Stunde der Gartenvögel», die hier der Vogelschutzverein Kreuzlingen und Umgebung anbot, am Seerhein eingefunden. Bei der Aktion beobachten schweizweit Amateure, welche Vogelarten sie binnen 60 Minuten in ihren Gärten sehen oder hören.

Alte Bäume machen den Schlosspark in Gottlieben zu einem wertvollen Biotop. (Bild: Inka Grabowsyk)

Alte Bäume machen den Schlosspark in Gottlieben zu einem wertvollen Biotop. (Bild: Inka Grabowsyk)

Die Anzahl der Vogelarten geht stark zurück

«Die Anzahl ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen», sagt Ulrike Bühler, die Vorsitzende des Vogelschutzvereins Kreuzlingen. «Das Insektensterben hat seine Wirkung, und Bodenbrüter fallen der Landwirtschaft zum Opfer.» Nur wenn vielfältige Lebensräume zur Verfügung stehen, gedeihen unterschiedliche Populationen. Die Vogelfreunde waren deshalb besonders dankbar, dass sie im Park von Schloss Gottlieben beobachten durften. Das abgesperrte Privatgelände mit seinem alten Baumbestand ist ein wertvolles Biotop. «Hier gibt es keine Störungen durch Spaziergänger oder Hunde», sagt Uli Bühler. «In aufgeräumten Gärten in der Stadt wären wir wahrscheinlich nur auf drei Vogelarten gekommen.»

Am Morgen des 30. Mai gibt es die nächste geführte Vogel-Exkursion: www.vogelschutzverein-kreuzlingen.ch.

Heiko Hörster (am Spektiv) vom Vogelschutzverein erklärt den Interessenten, was sie sehen und hören können. (Bild: Inka Grabowsky)


Heiko Hörster (am Spektiv) vom Vogelschutzverein erklärt den Interessenten, was sie sehen und hören können. (Bild: Inka Grabowsky)

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