Ohne Schreck ins Kreuzlinger Schreckenmoos

Entlang der Lohstrasse baute die Bauverwaltung mit dem Tierschutzverein Kreuzlingen und dem kantonalen Tiefbauamt 500 Meter Zaun, um Frösche und Kröten auf dem Weg zu ihren Laichgebieten zu retten.

Drucken
Teilen
Gruppenbild mit dem neuen Froschzaun: Stadtrat Ernst Zülle, Stefan Braun, Umweltschutzbeauftragter der Stadt Kreuzlingen; Susann Folster, Tierschutzverein; Stefan Luginbühl, Leiter Arbeitsintegration, mit seinem Team. (Bild: PD)

Gruppenbild mit dem neuen Froschzaun: Stadtrat Ernst Zülle, Stefan Braun, Umweltschutzbeauftragter der Stadt Kreuzlingen; Susann Folster, Tierschutzverein; Stefan Luginbühl, Leiter Arbeitsintegration, mit seinem Team. (Bild: PD)

(red) Das Naturschutzgebiet Schreckenmoos liegt im Süden von Kreuzlingen und entstand vor rund 25 Jahren als ökologische Ausgleichsfläche zum Bau der Autobahn. Das Schreckenmoos entwickelte sich zu einem wertvollen Laichgebiet für Frösche und Molche. Auch der stark gefährdete Laubfrosch fühlt sich dort heimisch.

Frösche und Kröten verbringen den Winter in Erdlöchern und wandern im Frühjahr zu ihren Laichgebieten. Strassen können dabei zu tödlichen Fallen werden. So auch die Lohstrasse, die zwischen dem Schreckenmoos und dem Schlossbüeltobel liegt, heisst es in einer Mitteilung der Stadt Kreuzlingen.

Viele Tiere wurden überfahren

Der Tierschutzverein Kreuzlingen rettete im letzten Jahr etwa 200 Frösche und Kröten. Trotzdem wurden viele überfahren, weshalb sich der Verein bei der Bauverwaltung für den Bau eines Froschzauns stark machte. Dem Anliegen folgten Taten, die in einem Gemeinschaftswerk umgesetzt wurden.

So übernahm die Bauverwaltung die Kosten für den 500 Meter langen Zaun. Den Auf- und Abbau übernimmt das städtische Dienstleistungszentrum Arbeitsintegration, wobei das kantonale Tiefbauamt seine Erfahrung bei der Erstellung und Montage einbrachte. Und letztlich kontrollieren die freiwilligen Helfer die Zäune und sammeln die Kröten und Frösche ein.

Der Tierschutz sucht weitere Helfer. Interessierte melden sich bitte bei Marion Gessner unter 076 525 06 45.

Kröten sind in Massen unterwegs

Zwischen Ermatingen und Tägerwilen sind seit Anfang Woche Tausende Kröten unterwegs. Helfer haben bereits gegen 4000 Tiere eingesammelt.
Nicole D'Orazio

Kreuzlingen: Es fehlen nur noch die Tiere

Der Tierschutzverein Kreuzlingen steckt mitten im Zügeln. Die neue Wildvogelstation im Sägenösch ist bezugsbereit. Die neue Infrastruktur erleichtert den Mitarbeiterinnen die Arbeit.
Nicole D’Orazio