«Ökologie gehört in die Kirchen»: Der Romanshorner Dominik Bucher ist in den Vorstand der ökumenischen Arbeitsgemeinschaft «Kirche und Umwelt» gewählt worden

Dominik Bucher arbeitet als Seelsorger in der katholischen Pfarrei Romanshorn. Er sagt: «Wir sind aufgerufen, auf die Schwächeren aufzupassen. Dazu gehören Menschen, Tiere, die ganze Schöpfung».

Markus Bösch
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Dominik Bucher sitzt draussen beim Pfarreizentrum, wo sein Arbeitsplatz ist.

Dominik Bucher sitzt draussen beim Pfarreizentrum, wo sein Arbeitsplatz ist.

Bild: Markus Bösch (Romanshorn, 19. August 2020)

Er hält Gottesdienste und Beerdigungen, begleitet Personen als Seelsorger, ist Bezugsperson für verschiedene Gruppierungen. Und er erteilt Religionsunterricht. Vor kurzem ist Dominik Bucher auch in den Vorstand des Vereins «OeKU» (ökumenische Arbeitsgemeinschaft Kirche und Umwelt) gewählt worden. Bereits vorher hat er in der Arbeitsgruppe «Schöpfungszeit» der evangelischen Landeskirche Thurgau mitgearbeitet.

«Einerseits hoffe ich, dass ich durch dieses Engagement Einblicke in nachhaltige Themen erhalte und anderseits meinen theologischen Blickwinkel erweitern kann», sagt der Pfarreiseelsorger, der ursprünglich eine Lehre als Bauzeichner gemacht hat. Und weiter:

«Mich reizt die Auseinandersetzung damit, denn Umwelt und Nachhaltigkeit werden die nächsten Jahrzehnte prägen.»

Angesprochen auf das Thema «Verantwortung für die Schöpfung», sagt er: «Als Mensch bin ich Teil dieser Schöpfung, bin ich auch von ihr abhängig. Auch darum versuche ich, immer nachhaltiger zu leben.» Dies sei ein Prozess, ein ständiges Lernen und Tun.

Der «Grüne Güggel» als sichtbares Zeichen

Dieses Suchen sei wertvoll, in diesem Bereich genauso wie im Glauben. Und für die Kirche als Ganzem sei dies genauso Aufgabe – nämlich, auf die Schwächeren aufzupassen. Sichtbar könne dies in einer Pfarrei, in einer Kirchgemeinde am Beispiel des Labels «Grüner Güggel» werden: «Durch Einsparungen von Energie und Ressourcen, durch die Förderung der Artenvielfalt auf eigenen Liegenschaften. Und durch die Förderung einer Spiritualität, welche den Menschen nicht als von der Schöpfung losgelöst ansieht.»

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