Oberthurgau
Grosse Nachfrage nach psychiatrischer Behandlung im Oberthurgau: Die Spital Thurgau AG weitet das Angebot in Romanshorn aus

Zwischen der Hubzelg und der evangelischen Kirche in Romanshorn eröffnete vor zwei Jahren ein Psychiatriezentrum. Im Herbst soll eine Abteilung für Demenzkranke dazukommen. Das Baugesuch liegt bis am 24. März auf.

Diego Müggler
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Andreas Jäkel, Leiter des EPD Romanshorn, Kristjana Rustemi, Stationsleitung der Tagesklinik, und Marko Hurst, interimistischer Leiter der Tagesklinik bei der Eröffnung des psychiatrischen Zentrums Romanshorn im November 2018.

Andreas Jäkel, Leiter des EPD Romanshorn, Kristjana Rustemi, Stationsleitung der Tagesklinik, und Marko Hurst, interimistischer Leiter der Tagesklinik bei der Eröffnung des psychiatrischen Zentrums Romanshorn im November 2018.

Bild: Markus Schoch

Im November 2018 erhielt der Oberthurgau als letzter Bezirk im Thurgau ein Psychiatriezentrum. Der Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst (KJPD) und die Externen psychiatrischen Dienste (EPD) waren bereits in Romanshorn stationiert und zogen lediglich in die Überbauung Romishof um. Am neuen Standort leistet ihnen seither die neue psychiatrische Tagesklinik mit Platz für 16 Patienten Gesellschaft.

Neben dem Psychiatriezentrum besteht der Romishof aus zahlreichen vermieteten Wohnungen. Zudem war ursprünglich eine Räumlichkeit für eine Arzt- oder Therapeutenpraxis vorgesehen. Da zwei Jahre lang kein Mieter dafür gefunden wurde, wird dieser Platz nun für die Erweiterung der Klinik genutzt. In einem Umbau für 565 000 Franken soll eine alterspsychiatrische Tagesklinik für Personen mit leichter und mittlerer Demenz entstehen. Diese wird Platz für 10 Patienten haben.

Spitaldirektor der Psychiatrischen Dienste Thurgau Ralf-Peter Gebhardt.

Spitaldirektor der Psychiatrischen Dienste Thurgau Ralf-Peter Gebhardt.

Bild: PD

«Vor zwei Jahren dachten wir nicht, dass die Nachfrage so gross sein wird. Da der Raum leer steht, können wir die Erweiterung ohne Neubau am gleichen Ort vollziehen», sagt Spitaldirektor Ralf-Peter Gebhardt. Da im Oberthurgau keine vergleichbaren Angebote existieren, habe die Klinik viele Patienten. So sei das psychiatrische Zentrum bereits nach zwei Jahren ein wichtiges Standbein für das Gesundheitswesen in der Region.