Nur für Velos war der Mesmerhaus-Keller in Ermatingen viel zu schade

Die zwölf Inhaber haben am Freitag ihr Lokal «Wy&Kafi Mesmerhuus» in Ermatingen eröffnet. Es hat jeweils von Freitag bis Montag geöffnet.

Mario Testa
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Peter Dransfeld, Marco Grüninger, Markus Geiger und Hans Lareida sitzen am langen, einzigen Tisch in ihrem Café. (Bild: Mario Testa)

Peter Dransfeld, Marco Grüninger, Markus Geiger und Hans Lareida sitzen am langen, einzigen Tisch in ihrem Café. (Bild: Mario Testa)

Es ist eine GmbH und keine Genossenschaft. Trotzdem ist die neueste Beiz in Ermatingen ein Gemeinschaftsprojekt mit zwölf Teilhabern. Am Freitagnachmittag haben sie ihr «Wy&Kafi Mesmerhuus» eröffnet. Das Bistro im Keller des über 400-Jährigen Mesmerhauses soll an den Wochenenden ein neuer Treffpunkt im Ort werden. Geöffnet hat es jeweils von Freitag bis Montag zwischen 14 und 20 Uhr.

«Wir sind uns sicher, dass in Ermatingen ein Bedarf für ein Café besteht, das Nachmittags offen hat»

sagt Wirt und Teilhaber Hans Lareida. «Es gibt ja kaum mehr Alternativen die zu diesen Zeiten geöffnet haben hier im Dorf.»

Einrichtung und Produkte – alles aus der Region

Herzstück des Bistros ist ein 5,5 Meter langer Tisch, der einzige im Raum. Dazu kommt der Tresen. Und wie bei den Produkten, die hier künftig ausgeschenkt und verkauft werden, stammen auch die Möbel aus der Region. «Wir bieten hier ausschliesslich regionale Produkte an, der Wein beispielsweise stammt grösstenteils von der Familie Grüninger», sagt Architekt Peter Dransfeld.

«Uns ist es wichtig, dass wir hier ein nachhaltiges, lokales und innovatives Gemeinschaftswerk aufbauen.»

Um diese Punkte gehe es ihm grundsätzlich beim Umbau des Mesmerhauses zum Null-Energie-Baudenkmal, wie er es nennt. «Ob es nach Abschluss der Bauarbeiten wirklich ein Null-Energie-Haus sein wird, werde ich erst in einem Jahr sagen können. Das müssen die Messungen zeigen. Aber ich bin sehr optimistisch.»

Erste Idee für Café vor drei Jahren

Dass Dransfeld mit den drei weiteren Hauptakteuren das «Wy&Kafi Mesmerhuus» nun überhaupt eröffnen konnte, geht zurück auf einen Entscheid im Jahr 2013. «Damals habe ich das Haus gekauft. Eine Beiz war nicht geplant», sagt Dransfeld. «Vor etwa drei Jahren dachte ich einfach, dieser Keller ist nur für Velos einfach zu schade. Also habe ich Kontakt zu Gastronomen aufgenommen und zuletzt mit Hans Lareida und Markus Geiger als Geschäftsführer diese Lösung angedacht.» Das Bistro ist so konzipiert, dass es im Ein-Personen-Betrieb geführt werden kann und so die Kosten tief gehalten werden.