Nostalgie
Eine Bar in einem alten Eisenbahnwagen als Attraktion am Sulger Dorffest

Die Politische Gemeinde Sulgen feiert am 3. und 4. September ihr 25-jähriges Bestehen. Die einheimischen Vereine sind bereit, den Besuchern ein tolles Dorffest zu bescheren.

Hannelore Bruderer
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Der Zapfhahn des Barwagens, mehr wird noch nicht verraten vom Verein Eurovaport.

Der Zapfhahn des Barwagens, mehr wird noch nicht verraten vom Verein Eurovaport.

Bild: Eurovaport

Rund zwei Dutzend Vereine und Organisationen werden das Dorffest Sulgen mit ihren sportlichen, kulturellen und kulinarischen Angeboten bereichern. Mit dem Transport eines Eisenbahnwagens ins Sulger Oberdorf betreibt der Verein Eurovapor einen besonders grossen Aufwand. Man fragt sich, warum ein Verein, dessen Mitglieder mehrheitlich von auswärts stammen, weder Kosten noch Mühe scheut, um an diesem lokalen Fest präsent zu sein. Vizepräsident Riccardo Keller sagt dazu:

Riccardo Keller vom Sulger Verein Eurovaport.

Riccardo Keller vom Sulger Verein Eurovaport.

Bild: Hannelore Bruderer
«Unsere Lokremise steht nun mal in Sulgen, wir sind hier zu Hause. Und ich bin der Meinung, wo man zu Hause ist, sollte man sich auch engagieren.»

Das Fest sei eine gute Gelegenheit, mit den Einwohnern in Kontakt zu kommen. «Wir sind auch auf das Verständnis der Bevölkerung angewiesen, zum Beispiel, wenn wir die Bahnhofsgegend wieder einmal mit dem Rauch unserer Dampflok einnebeln.»

Einsteigen und geniessen

Eurovapor präsentiert den Festbesuchern an der Schulstrasse den frisch zum Barwagen umgebauten, revidierten historischen Gepäckwagen F17 122. Dieser wird beim Bahnhof auf einen Tieflader gehievt – auf dem er während des Festes verbleibt –, ins Oberdorf gefahren und am Montag von dort wieder zurückgebracht. «Mittlerweile habe ich den Transport von Rollmaterial auf der Strasse schon einige Male miterlebt, sodass ich mir wegen des Manövers nicht mehr so viel Sorgen mache, aber schiefgehen kann natürlich immer etwas», sagt Riccardo Keller. Bei den Kosten sei der Transportunternehmer dem Verein entgegengekommen. Durch die Einnahmen im Barwagen hoffe er, dass der Verein seine Festteilnahme mit einer glatten Null abrechnen könne, womit man schon zufrieden wäre.

Der ehemalige Gepäck- und nun Barwagen wird am Sulger Dorffest erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Im Wagen werden am Fest verschiedene nichtalkoholische und alkoholische Getränke ausgeschenkt. «Der Barwagen wird künftig bei unseren Sonderfahrten eingesetzt», erklärt Keller.

«Am Dorffest können wir auch testen, ob die von uns angedachten Abläufe funktionieren und diese dann allenfalls noch optimieren.»

Viel Werbematerial für den Verein will Eurovapor nicht ans Dorffest schleppen. «Unser renovierter Barwagen spricht für sich», sagt Riccardo Keller, «und an einem Dorffest soll man vor allem geniessen und sich gut unterhalten.»

Für alle etwas

Nebst Eurovapor haben sich auch alle anderen Vereine etwas Spezielles für das Dorffest einfallen lassen, sodass es für die Besucher viel Verschiedenes zu entdecken gibt.

Dorffest und Corona

Das OK geht davon aus, dass die Durchführung des Dorffestes auch in der aktuellen Coronasituation möglich ist. Das OK bereitet sich in Rücksprache mit den Behörden jedoch vor, wenn es die Situation erfordert, das Dorffest aus Sicherheitsgründen als GGG Anlass (geimpft, getestet, genesen) durchzuführen. Eine mögliche Teststation würde zur Verfügung stehen. (red)

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