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«Noch immer drohend am Horizont»: Gegner des geplanten Abenteuerspielplatzes auf der Romishorner Bunkerwiese machen Stimmung

Bald entscheidet das Verwaltungsgericht über den Freizeitpark der Schweizerischen Bodensee-Schifffahrt. Und so einiges ist noch unklar, insbesondere gehen Kritiker und Befürworter von unterschiedlichen Annahmen aus.
Tanja von Arx
Die Bunkerwiese ist zum Streitobjekt geworden. (Bild: Reto Martin)

Die Bunkerwiese ist zum Streitobjekt geworden. (Bild: Reto Martin)

Mittlerweile herrsche «einige Unklarheit» darüber, wie es mit der Bunkerwiese weitergehen soll. Jedenfalls schreibt das ein Einwohner in einem Leserbrief. «Der RobinsHorn steht immer noch drohend am Horizont», sagt Christoph Müller über den Spielplatz, den die Schweizerische Bodensee-Schifffahrt (SBS) auf der Seezunge nahe dem Kornhaus bauen will. Zur Zeit liegt die Sache zur Beurteilung beim Verwaltungsgericht, das voraussichtlich bald eine Entscheidung fällen wird.

Die Gegner würden gespannt auf den Urteilsspruch warten, schreibt Müller, der selbst im Rahmen einer Petition mit anderen rund Tausend Unterschriften sammelte und gegen das Bauvorhaben Einsprache machte (unsere Zeitung berichtete). Des Weiteren sagt er, dass der neue Stadtrat das Projekt klar ablehne. Und: «An einem Freitagabend befanden sich letzthin rekordverdächtige 82 erholungssuchende Besucher, von alt bis Baby, auf der Wiese oder im Seewasser direkt vor der Freitreppe.»

Die Stadt weiss von nichts

Rolf Müller, Kommunikationsverantwortlicher der Stadt Romanshorn, sagt auf Anfrage: «Der neue Stadtrat hat bisher nie ein Geschäft traktandiert, das sich mit dem Spielplatz beschäftigt.» Entsprechend habe er weder für noch gegen das Projekt Stellung bezogen. «Wie der Leserbriefschreiber zu seiner Einschätzung gelangt, entzieht sich unserer Kenntnis.» Im Zuge der Überarbeitung des Zonenplans befände sich die Bunkerwiese indes immer noch in der Touristik- und Freizeitzone. Das, obschon das Land rechtlich gesehen Wasser ist und somit nicht Teil des Gemeindegebietes – es gehört dem Kanton.

Hermann Hess, Verwaltungsratspräsident der SBS, sagt auf Nachfrage: «Ich weiss nicht, wann der Gerichtsentscheid fällt.» Erfahrungswerte liessen vermuten, dass dies nach den Sommerferien der Fall sein werde. «Ich habe keine Ahnung, in welche Richtung es geht – entweder ist es ein Ja oder ein Nein.» Am Augenschein Ende März hätten sich denn die Verantwortlichen nicht in die Karten blicken lassen.

Hermann Hess, Mehrheitsaktionär der SBS. (Bild: Beat Belser)

Hermann Hess, Mehrheitsaktionär der SBS. (Bild: Beat Belser)

Entgegen Christoph Müller zählt Hess allerdings selbst an sehr schönen Tagen lediglich fünf bis zwölf Personen auf der Bunkerwiese. «Wir zählen immer wieder.» Die Mehrheit davon sitze am Wasser, nur Einzelne befänden sich auf der Seezunge. «Und der Zugang zum See bleibt gewährleistet.»

Die SBS würde es freuen, wenn sie das Projekt realisieren könnte, sagt Hess. «Es ist nicht leicht, ein gescheites touristisches Projekt auf Schweizer Seite ins Leben zu rufen.» Beim RobinsHorn handle es sich sowohl um eine lokale Attraktion als auch um eine für Auswärtige. «Alle würden profitieren.»

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