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Vier wollen, nur einer darf: Noch ein Herausforderer für Stadtpräsident David H. Bon in Romanshorn

Das Gerücht hat sich als wahr erwiesen: Es gibt einen vierten Bewerber für das Stadtpräsidium. Er heisst Daniel Sommer, er wohnt in Bonaduz und war einst Ortsparteipräsident der SVP in Bischofszell.
Markus Schoch
Daniel Sommer hofft auf die Unterstützung der SVP. (Bild: PD)

Daniel Sommer hofft auf die Unterstützung der SVP. (Bild: PD)

Es ist gut möglich, dass die SVP tatsächlich einen eigenen Kandidaten gegen David H. Bon in Stellung bringt. Auch wenn Parteipräsidentin Monika Eugster noch Anfang Woche entsprechende Gerüchte ins Reich der Phantasie abgetan hat.

Daniel Sommer hat am Dienstag der Thurgauer Zeitung gegenüber seine Bewerbung für das Amt bekannt gegeben. Der 52-Jährige ist eng mit der SVP verbunden. Er präsidierte bis 2015 die Ortsparteisektion in Bischofszell und hofft denn auch auf die Unterstützung der SVP Romanshorn im anstehenden Wahlkampf. Der Entscheid dazu fällt der Vorstand am Donnerstag.

Von Dritten zur Kandidatur aufgefordert

Zumindest Teile der Bevölkerung wünschen sich ihn als neuen starken Mann an der Spitze der Hafenstadt. In einer Mitteilung schreibt Sommer:

«In den letzten Wochen wurde ich von verschiedenen Einwohnerinnen und Einwohnern ermuntert, mich für das Stadtpräsidium zur Verfügung zu stellen.»

Sommer ist 1966 in Schaffhausen geboren und hat in Thun die Schulen besucht. Der Kunststofftechniker HF war bei verschiedenen Unternehmen im Bereich der Spritzgusstechnik tätig und führte während zehn Jahren einen eigenen Betrieb im Thurgau.

Richter, Schulbehördemitglied, Major

Sommer war während acht Jahren nebenberuflich als Laienrichter an den Bezirksgerichten in Bischofszell und Weinfelden tätig. Und er sass während sechs Jahren in der Schulbehörde Bischofszell.

Umstritten: Romanshorns Stadtpräsident David H. Bon. (Archivbild: Donato Caspari)

Umstritten: Romanshorns Stadtpräsident David H. Bon. (Archivbild: Donato Caspari)

Bis vor zwei Jahren war er als Major im Stab der Ostschweizer Panzerbrigade eingeteilt. Von 2012 bis 2017 gehörte Sommer dem Kader der EJOT Schweiz AG in Dozwil an – während einem guten Jahr baute er vor Ort die Kunststoffproduktion der chinesischen Tochtergesellschaft in Taicang (Provinz Jiangsu) aus.

Verkaufsleiter bei der Ems Chemie

Seit 2017 ist Sommer als Verkaufsleiter für die Distributoren eines Geschäftsbereichs bei der EMS Chemie verantwortlich und wohnt in Bonaduz (GR). Ausserdem präsidiert er seit vier Jahren das Ausbildungszentrums für Kunststoffberufe, KATZ, in Aarau.

«Auch wenn ich aktuell im Bündnerland wohne, so schlägt mein Herz für den Oberthurgau. Meine Frau ist eine Romanshornerin, und ich selber fühle mich mit der Stadt am Wasser verbunden».

Gerne würde Sommer nach eigenen Angaben wieder an den Bodensee zurückkommen «und Romanshorn den Sommer bringen». Er sei jemand, der Chancen ergreifen wolle, wenn sie sich bieten würden. Umgekehrt sehe er sich auch als Chance für die Hafenstadt.

«Vier Kandidaturen sind viel, dessen bin ich mir sehr bewusst. Ich möchte aber, dass Romanshorn eine echte Auswahl hat.»

Ihm sei es ein Anliegen, das in Romanshorn nicht nur geplant, sondern auch umgesetzt werde, schreibt Sommer in einer Mitteilung. Der Wahlkampf werde kurz und intensiv, ist er sich bewusst. Er werde regelmässig vor Ort sein und das Gespräch mit der Bevölkerung suchen.

Das Maximum heraus holen

Romanshorn stehe vor grossen finanziellen Herausforderungen, vor denen er sich aber nicht scheue. «In der Wirtschaft bin ich es mir gewohnt, aus knappen Mitteln das Maximum rauszuholen.» Gleichzeitig sei auch klar, dass man mit begrenzten finanziellen Ressourcen «wohlüberlegt haushalten muss und sich nicht alles leisten kann.»

Es ist nicht das erste Mal, dass Sommer in die Politik wechseln will. Er kandidierte bereits zweimal erfolglos für das Gemeindepräsidium in Hohentannen, zuletzt 2011.

Vier Kandidaten

Für das Stadtpräsidium in Romanshorn stellen sich vier Männer zur Verfügung. Neben Amtsinhaber David H. Bon (FDP) sind es Roger Martin (parteilos), Turi Schallenberg (SP) und Daniel Sommer (SVP).

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