Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Neuzuzüger in Amriswil: Von sehr nah und von sehr fern

Amriswil - Am Dienstag begrüssten die Gemeinde und verschiedene Institutionen wie Schule und Landeskirchen die neuen Mitbürger der Stadt. Die einen zogen von Hefenhofen hierher, andere stammen aus Südamerika.
Manuel Nagel
Stadtpräsident Martin Salvisberg heisst die Amriswiler Neuzuzüger der vergangenen zwölf Monate willkommen. (Bilder: Manuel Nagel)

Stadtpräsident Martin Salvisberg heisst die Amriswiler Neuzuzüger der vergangenen zwölf Monate willkommen. (Bilder: Manuel Nagel)

«Es ist jedes Mal wieder spannend zu erfahren, woher die Leute in unsere Gemeinde ziehen», sagt der Amriswiler Stadtschreiber Roland Huser, während die Neuzuzüger beim Apéro im Ortsmuseum mit den Stadträten und den Vertretern der Schule, der Kirchen und der Fachgeschäfte anstossen und plaudern. «Ein Ehepaar kam von Hamburg hierher. Von Hamburg», ruft Huser ungläubig aus, schüttelt den Kopf und lacht. Für gewöhnlich informieren sich die Neuzuzüger ja bei den Stadträten über ihr neues Zuhause. Diesmal jedoch dürfte der Informationsfluss auch in die andere Richtung geflossen sein, denn heute Freitag fliegen der ganze Stadtrat und Roland Huser für vier Tage an die Hafenstadt an der Elbe. Bestimmt hat sich der eine oder die andere einen Tipp bei den Neo-Amriswilern geholt.

Marcel Rentsch (man)

Marcel Rentsch (man)

Den wohl kürzesten Umzug aller Neuzuzüger hat das Ehepaar Rentsch mit Sohn Elias hinter sich. Die Familie wohnte vorher in Hefenhofen und lebt nun im Hölzliquartier.

Erika Rentsch (man)

Erika Rentsch (man)

«Wir sind ja schon vorher in Amriswil einkaufen gegangen, aber nun ist alles in der Nähe», sagt Marcel Rentsch. Und auch Erika Rentsch schätzt nun die kurzen Wege, aber auch die Urbanität im Vergleich zum vorherigen Wohnort.

Eine Stadt mit spezieller Atmosphäre

Waldemar Tamborek (man)

Waldemar Tamborek (man)

Auch Waldemar Tamborek kannte seine neue Wohngemeinde schon zuvor. Der Pole kam viele Jahre als Erntehelfer hierher und hat nun eine Stelle in einer Käserei gefunden. «Ich wäre heute Abend gerne mit meiner Frau gekommen, aber sie schaut zu unserem Sohn und unserer Tochter», sagt er. Als sich die Familie eine Wohnung zwischen Romanshorn und Bischofszell suchte, habe seine Frau gesagt, sie wolle nur nach Amriswil. «Die Stadt hat für uns eine spezielle Atmosphäre.» Tamboreks hoffen, dass ihre Kinder - das älteste kommt nun in den Kindergarten - hier bessere Chancen vorfinden als in Polen.

Roberto Murena (man)

Roberto Murena (man)

Roberto Murena sah sich bei seiner Suche nach einem Eigenheim ebenfalls explizit in Amriswil um. Er, der vorher in Arbon und Romanshorn wohnte, habe eine Pro- und Contra-Liste erstellt, und Amriswil würde ihm am meisten bieten. Er schätzt die vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten, und dass man die Einkäufe zu Fuss erledigen könne. «Amriswil ist ein Ort, der am Wachsen ist. Die Läden hier gehen auf und nicht zu. Ein Städtli, das lebt», sagt Murena. Nun müsse Amriswil nur abends lebendiger werden, aber das komme langsam.

Tausendmal mehr Einwohner

Fernanda Urria (man)

Fernanda Urria (man)

Von weit her kommt Fernanda Urria. Doch der Verbleib der Austauschschülerin aus Santiago, der Hauptstadt Chiles, ist begrenzt. Am 10. Juli fliegt sie nach fünf Monaten an der Kantonsschule Romanshorn zurück in ihre Heimatstadt, die tausendmal mehr Einwohner als Amriswil habe. Doch ihr gefällt das, sie findet es schön, dass man sich hier noch kennt. «Wenn ich ins Amriville gehe, dann sehe ich oft Leute aus meiner Klasse», sagt sie. In Santiago wäre das undenkbar. Doch der Abschied soll nicht für immer sein. Fernanda Urrias Traum ist es, einst an der Universität Zürich studieren zu können.

Lukas Krüsi (man)

Lukas Krüsi (man)

Aus Winterthur zog Lukas Krüsi hierher. Der Geschäftsführer der Styromat AG pendelte mehr als ein Jahr lang, bevor er nach Amriswil kam. «Die Landschaft hier ist wunderschön», sagt der passionierte Jogger und Velofahrer und schätzt die Nähe zum See. Die Lebensqualität sei höher und ihm gefalle die Offenheit der Leute. Besonders beruflich habe er durch den Industrieverein und die Politik schon einige Kontakte knüpfen können.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.