Neuverpachtung

«Der Badikiosk ist sicher ein etwas spezieller Betrieb»

Die Stadt Weinfelden will den Gastronomiebetrieb im Freibad neu verpachten. Es gibt bereits drei Interessen, wie Stadtschreiber Reto Marty erklärt.

Mario Testa
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Das gut besuchte Weinfelder Freibad an einem heissen Sommertag.

Das gut besuchte Weinfelder Freibad an einem heissen Sommertag.

Bild: Mario Testa

Wie lange pachtet die aktuelle Pächterin Trudi Schönenberg schon den Badikiosk?

Reto Marty: Drei Jahre. Wobei sie bereits ein Jahr zuvor im Kiosk als Angestellte tätig war. Trudi Schönenberger hat bekannt gegeben, dass sie den Kiosk auch im nächsten Jahr gerne pachten würde.

Trotzdem schreiben Sie die Pacht neu aus. Haben Sie Schönenberger denn die Pacht gekündigt?

Weinfeldens Stadtschreiber Reto Marty.

Weinfeldens Stadtschreiber Reto Marty.

Bild: Mario Testa

Nein, es braucht keine Kündigung. Es handelt sich jeweils um einen befristeten Vertrag. In den letzten Jahren war der Vertrag auf ein Jahr befristet. Wir erhalten gelegentlich auch Anfragen, ob die Pacht wieder ausgeschrieben wird. Deshalb hat sich das Ressort Sport dazu entschieden, für das nächste Jahr die Pacht auszuschreiben.

Waren Sie unzufrieden mit Schönenbergers Arbeit?

Nein, wir waren zufrieden mit ihr. Aber es gibt natürlich immer unterschiedliche Meinungen über das Angebot oder Wartezeiten beim Badikiosk.

Hat sich auf das Inserat schon jemand gemeldet?

Es haben sich bereits drei Interessenten gemeldet. Die Bewerbungsfrist läuft jedoch noch bis am 14. Dezember weiter.

Worauf schliessen Sie die doch recht häufigen Wechsel im Badikiosk?

Es ist sicher ein etwas spezieller Betrieb: Zum einen ein Sommersaisonbetrieb, zum anderen ist der Umsatz auch sehr vom Wetter abhängig. Mal sind nur ein paar wenige Stammgäste in der Badi, mal bis zu 2000 Kinder und Erwachsene. Diese Schwankungen machen es den Pächtern nicht ganz einfach.

Was muss ein Pächter an Personal mitbringen?

Der Badikiosk ist ein Saisonbetrieb mit 7-Tage-Woche. Die personellen Kapazitäten sollten möglichst unmittelbar hochgefahren werden können, wenn beispielsweise gutes Wetter angekündigt ist. Es braucht eine hohe Flexibilität und die Abläufe müssen gut organisiert sein.

Weshalb will die Stadt Weinfelden nicht selbst als Kioskbetreiber auftreten und so für Kontinuität sorgen?

In der Regel ist eine Verpachtung die beste Lösung für Pächterin und Besitzer. Zudem gehört es nicht zu den Kernkompetenzen der Stadtverwaltung einen Gastrobetrieb zu führen, das überlassen wir lieber den Profis.