Neustart
Vom Bäcker zum Handwerker – Stefan Bachmann erfindet das Traditionsunternehmen Strassmann neu

Nach über 20 Jahren mit dem bisherigen Logo und Namen will der Inhaber der Weinfelder Bäckerei sein Unternehmen neu präsentieren. Zudem darf er eine Mitarbeiterin nach 49 Jahren im Betrieb in den Ruhestand verabschieden.

Mario Testa
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Inhaber Stefan Bachmann präsentiert das neue Logo für seine Bäckerei an der Amriswilerstrasse.

Inhaber Stefan Bachmann präsentiert das neue Logo für seine Bäckerei an der Amriswilerstrasse.

Bild: Mario Testa (Weinfelden, 22. Februar 2021)

«Ein guter Betrieb muss der Zeit voraus sein», sagt Stefan Bachmann. Seit über zehn Jahren führt er die Beckerei Strassmann an der Amriswilerstrasse in Weinfelden, gar doppelt so lange schon besteht der bisherige Name mit Logo. «Der Markt hat sich in dieser Zeit stark gewandelt und deshalb wollen wir nun einen neuen, zeitgemässen Auftritt, der Kunden und Angestellten Freude macht.»

Aus dem Sunne Beck Strassmann wird nun die Handwerksbäckerei Strassmann. Aber nicht nur ein neues Logo spendiert Bachmann seiner Bäckerei, in der – verteilt auf die vier Standorte Weinfelden, Schönenberg, Romanshorn und Amriswil – fast 60 Personen angestellt sind. Auch das Sortiment will Bachmann dahingehend etwas anpassen, dass der neue Name auch zutrifft.

«Wir machen 100 Prozent unserer Produkte selber, ganz ohne Halbfertigprodukte. Denn ehrlich schmeckt's am besten.»

Im Sommer soll auch der Geschäftssitz in Weinfelden umgebaut werden. «Wir erneuern dann den Verkaufsraum, die Küche und das Café.»

Im Betrieb seit der Jugend

Am Sonntag, 28. Februar, verabschiedet Stefan Bachmann seine langjährige Mitarbeiterin Lotti Schmid. Sie hatte als 16-Jährige begonnen, in der Bäckerei zu arbeiten und seither ohne Unterbruch im Laden und in der Spedition gearbeitet. «Ich habe immer etwas gearbeitet, auch als die Kinder kamen», sagt die 65-Jährige.

«In dieser langen Zeit habe ich auch einige Chefs kommen und gehen sehen.»
Langzeitmitarbeiterin Lotti Schmid wird an ihrem letzten Arbeitstag Biberli mit ihrem Konterfei an die Kundinnen und Kunden verteilen.

Langzeitmitarbeiterin Lotti Schmid wird an ihrem letzten Arbeitstag Biberli mit ihrem Konterfei an die Kundinnen und Kunden verteilen.

Bild: Mario Testa

Sie habe sich im Team immer wohlgefühlt und deshalb auch nie eine andere Arbeitsstelle angestrebt. Auch das Zusatzjahr habe ihr gefallen. «Ich hatte einfach noch keine Lust, aufzuhören. Brot und Confiserie sind einfach tolle Produkte.» Am Sonntag nun steht Lotti Schmids letzter Arbeitsmorgen an. Dann verteilt sie Biberli mit ihrem Konterfei an die Kundinnen und Kunden.