Neues Therapiezentrum in Münsterlingen erfordert eine Zonenplanänderung

Anstelle der Pathologie soll ein Neubau für die Psychiatrische Klinik entstehen.

Kurt Peter
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Der Neubau soll «hoffentlich» in drei Jahren stehen.  (Bild: Kurt Peter)

Der Neubau soll «hoffentlich» in drei Jahren stehen.  (Bild: Kurt Peter)

 «Wir haben im ehemaligen Blindenzentrum Landschlacht einen befristeten Mietvertrag und brauchen Platz für die Psychiatrische Klinik», erklärt Spitaldirektor Stephan Kunz das Gesuch für die Zonenplanänderung. Heute noch öffentliche Zone soll das Land in die Spitalzone kommen, um einen Neubau zu ermöglichen. Die Spital Thurgau AG habe den Gesamtleistungswettbewerb bereits im April ausgeschrieben.

Der Neubau soll in der Fläche das Ausmass der alten Pathologie umfassen und als Therapiezentrum Platz für zwei Stationen bieten. Die ausgesuchten Teams hätten bis Ende Jahr Zeit, ihre Projekte einzureichen. «Eine Jury wird diese dann beurteilen und im Januar 2020 entscheiden, welche Idee umgesetzt werden soll». Das Siegerteam habe anschliessend Zeit, eine Detailplanung bis zur Baugesuchsreife durchzuführen. Bewusst sei darauf verzichtet worden, einen Umsetzungstermin festzuschreiben.

«Der Termin für den Baubeginn hängt vom Projekt ab», sagt Kunz. Einen Zeitdruck macht er aufgrund des befristeten Mietvertrages aber aus und meint:

«Wir hoffen, dass der Neubau in drei Jahren steht».

Die Zonenplanänderung habe keinen Einfluss auf die Ortsplanung, alle betroffenen Parzellen gehörten dem Kanton, erklärt René Walther. Die Zonenplanänderung untersteht gemäss Planungs- und Baugesetz dem fakultativen Referendum. Eine Urnenabstimmung kommt zustande, wenn mindestens fünf Prozent der Stimmberechtigte dies innert der Auflagefrist verlangen. In Münsterlingen wären das 90 Personen.