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Neuer Gasspeicher für die Region Weinfelden

Die Technischen Betriebe Weinfelden erstellen in Buhwil einen neuen Röhrenspeicher für Erdgas. Die grüne Kugel in Weinfelden verliert längerfristig ihre Bedeutung als Speicher für die Region.
Mario Testa
Ivo Zillig, Leiter Technik bei den TBW, vor dem Kugelspeicher in Weinfelden. (Bild: Mario Testa)

Ivo Zillig, Leiter Technik bei den TBW, vor dem Kugelspeicher in Weinfelden. (Bild: Mario Testa)

Im September schliessen die Technischen Betriebe Weinfelden AG (TBW) ihren neuen Gasspeicher ans Netz an. Seit Januar wurde an der neuen Anlage (siehe Kasten) zwischen Istighofen und Buhwil gebaut. Nun sind die Arbeiten bald abgeschlossen, wie Ivo Zillig, Leiter Technik bei der TBW sagt: «Derzeit laufen die Aufschüttungsarbeiten. Bei der Inbetriebnahme wird man von der grossen Anlage bis auf die orangen Flugmarkierungen nichts mehr sehen.»

Als Zwischenspeicher für das Erdgas, das die TBW über ein weitverzweigtes Netz in 13 Gemeinden von Pfyn bis Erlen und Berg bis Märwil verteilt, dient seit dem Jahr 1981 der Kugelspeicher in Weinfelden.

«Anfangs stand der Speicher noch ausserhalb des Dorfes, heute mitten im Wohn- und Gewerbegebiet, das hier entstanden ist», sagt Ivo Zillig.

«Der Sicherheitsaspekt war einer der Hauptgründe, weshalb wir einen neuen Standort für einen Gasspeicher gesucht haben.»

Was die Weinfelder Kugel künftig für eine Rolle spielen wird, ist noch nicht geklärt. «Vorläufig bleibt der Kugelspeicher in Betrieb. Ob wir ihn eines Tages umnutzen oder rückbauen, ist noch offen.»

Ein Inspektor prüft jede Schweissnaht doppelt

Der neue Röhrenspeicher in Buhwil hätte laut den ursprünglichen Plänen von vor sechs Jahren bereits 2017 abgeschlossen sein sollen. «Die Bewilligungsphase dauerte lange und brachte uns rund ein Jahr Verzögerung», sagt Zillig. Jegliche Bauten am Gasnetz unterstehen der Prüfung und Bewilligung des Eidgenössischen Rohrleitungsinspektorats ERI. Dessen Vertreter war auch während der gesamten Bauzeit in Buhwil anwesend.

«Jede der knapp hundert Schweissnähte wurde mit Ultraschall- und Röntgenaufnahmen geprüft und bei der kleinsten Unregelmässigkeit erneuert. Das kam jedoch kaum vor, ein sehr erfahrenes Team hat die Arbeiten ausgeführt.» Nach Fertigstellung des Speichers wurde er vor zwei Wochen mit Wasser bei 110 bar geprüft und hat gehalten.

Gas wird künftig mit allerhöchstens 70 bar rein gepumpt. «Der Zwischenspeicher hilft, Schwankungen bei der Hauptzuleitung auszugleichen und im Falle eines Engpasses, über eine Reserve für ein paar Tage zu verfügen», sagt Zillig. Ein voller Röhrenspeicher würde reichen, um den Energiebedarf von rund 70 Einfamilienhäusern ein Jahr lang zu decken.

Sechs Röhren im Boden

Der neue Röhrenspeicher für das Erdgas der TBW liegt eineinhalb Meter unter der Erdoberfläche im Ackerland nördlich von Buhwil, weit weg von den nächsten Häusern. Die sechs Röhren mit jeweils 135 Metern Länge und eineinhalb Metern Durchmesser können 60000 Kubikmeter Erdgas speichern bei einem Druck von bis zu 70 bar. Die Kosten für den Bau des Röhrenspeichers und die notwendigen Zusatzinstallationen an der daneben gelegenen Druckreduzierstation belaufen sich auf rund 4,2 Millionen Franken. (mte)

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