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Die Weinfelder Werke haben einen neuen Antreiber

An der Generalversammlung der Technischen Betriebe Weinfelden AG hat René Bock nach 15 Jahren das Verwaltungsratspräsidium abgegeben. An seine Stelle tritt Franz Koller.
Mario Testa
Der bisherige und der neue Verwaltungsratspräsident der Technischen Betriebe Weinfelden AG: René Bock und Franz Koller. (Bild: Mario Testa)

Der bisherige und der neue Verwaltungsratspräsident der Technischen Betriebe Weinfelden AG: René Bock und Franz Koller. (Bild: Mario Testa)

Die Technischen Betriebe Weinfelden (TBW) sind seit dem Jahr 2002 eine Aktiengesellschaft. René Bock ist seit diesem Moment im Verwaltungsrat dabei, seit 15 Jahren amtet er als dessen Präsident. «Wir haben ein riesen Privileg in Weinfelden, dass unsere Technischen Betriebe als AG geführt werden. So kann die Politik nicht direkt Einfluss nehmen und wir können schnell reagieren», sagt der Jurist. Dass dies ein grosser Vorteil ist, gegenüber politisch bestimmten Werken habe sich auch in den vergangenen Jahren wieder gezeigt. «Die Verhandlungen mit der Swisscom oder der Bau des Brunnens Schachen ist ohne politische Einflussnahme sicher einfacher gewesen.» Viele andere Werke blickten neidisch auf das Weinfelder System, sagt Bock.

Seit Dienstagmittag sitzt er nun nicht mehr an den strategischen Schalthebeln der TBW AG.An der Generalversammlung trat er vom Amt zurück. «Einerseits sind 15 Jahre lang genug, anderseits finde ich auch, hat jede Firma das Recht auf neue Ideen», begründet Bock diesen Entscheid. Dazu sei mit Blick in die Zukunft eine geregelte Nachfolgeregelung nötig geworden. «Aus der Geschäftsleitung treten in den kommenden Jahren mehrere Personen in den Ruhestand. Und ich finde, dass da ein neuer Verwaltungsratspräsident sein neues Team bestimmen sollte.»

Eine grosse Abwechslung zur Versicherung

Neuer Verwaltungsratspräsident ist Franz Koller. Der Betriebsökonom ist bereits seit 2013 im Verwaltungsrat der TBW AG. «Es reizt mich sehr, die Betriebe auf unternehmerischer Basis zu führen. Es ist total anders als meine Arbeit bei der Versicherung, eine tolle Abwechslung. Wasser, Strom, Gas – das betrifft die Leute ganz direkt. Energie ist ein sehr spannendes Thema.» René Bock habe sehr gut vorgespurt, sagt Koller. «Ich werde sicher nichts auf den Kopf stellen, vielleicht an der einen oder anderen Schraube etwas drehen.» Die grösste Herausforderung für die Technischen Betriebe Weinfelden seien die Marktliberalisierungen bei Strom und Gas.

Walter Krähenbühl Gschäftsleiter TBW AG. (Bild: Mario Testa)

Walter Krähenbühl Gschäftsleiter TBW AG. (Bild: Mario Testa)

Das sieht auch Geschäftsleiter Walter Krähenbühl so. «Mit dieser Marktöffnung wird es auch für uns enger», sagt der 60-Jährige. Mit der neuen Zusammensetzung des Verwaltungsrats ist er sehr zufrieden. Nebst Präsident Franz Koller gehören ihm Max Vögeli als Vertreter des Alleinaktionärs (die TBW AG gehört zu 100 Prozent der politischen Gemeinde Weinfelden), Finanzspezialistin Anita Meyer, Jurist Simon Wolfer und neu Martin Derungs an. «Derungs ist mein neuer Sparringpartner im Bereich Technik. Er leitet die Industriellen Betriebe Chur, ist also ein Berufskollege von mir und bringt viel Fachwissen mit in den Verwaltungsrat», sagt Walter Krähenbühl, der auf ein erfolgreiches vergangenes Geschäftsjahr zurückblickt.

Gewinnanteil von 800000 Franken für die Gemeinde Weinfelden

Die TBW AG hat im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von 46 Millionen einen Gewinn von 1,6 Millionen Franken erzielt. Davon geht die Hälfte an die Gemeinde Weinfelden. Beim Strom resultierte vor allem aus der Netznutzung ein Gewinn, die Rechnung des Wassers ist ausgeglichen. «Der grösste Umsatzträger ist Gas. Es brachte am meisten Gewinn ein», sagt Krähenbühl. Er rechnet aufgrund der grossen Nachfrage mit steigenden Energiepreisen dieses Jahr. Bei der Kommunikation resultierte aufgrund hoher Investitionen ins Glasfasernetz noch ein Verlust. «Langfristig wird sich diese Anlage aber auszahlen». Dieses Jahr sind Investitionen von 8 Millionen eingeplant. (mte)

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