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Neue Tafeln am Arboner Strassenrand

Der Stadtrat will mit acht grossen Plakaten über sein 2,67-Millionen-Projekt zur Aufwertung der Altstadt informieren. Gleichzeitig bilden Befürworter und Gegner mehrere Komitees. Die Urnenabstimmung ist im September.
Annina Flaig
Stadtrat Peter Gubser und Stadtpräsident Andreas Balg präsentieren die neuen Infotafeln. Bild: Annina Flaig

Stadtrat Peter Gubser und Stadtpräsident Andreas Balg präsentieren die neuen Infotafeln. Bild: Annina Flaig

Gut gelaunte Stadträte stehen beim Lindenhof (Denner): Nur eine Woche nachdem das Parlament dem Baukredit von 2,67 Millionen Franken zur Aufwertung der Altstadt zugestimmt hat, laden Stadtpräsident Andreas Balg und der zuständige Stadtrat Peter Gubser die lokalen Medien wieder ein, um über das Thema zu berichten. «Das Parlament hat mehrmals betont, wie gut über das Projekt informiert worden war. Damit wollen wir weiter machen», sagt Gubser. Aus diesem Grund habe der Stadtrat nun acht Informationstafeln zum Projekt «Lebensraum Altstadt» vor dem Lindenhof aufstellen lassen. Die gleichen Tafeln informieren ab heute Mittwoch auch im Stadthaus - im obersten Stock bei der Bauverwaltung - über das grosse Bauvorhaben. Gubser ist überzeugt, dass eine offensive Informationspolitik das A und O für ein positives Ergebnis am 23. September darstellt. Dann nämlich wird die Arboner Bevölkerung über das Projekt abstimmen.

Am Projekt wurde lange gefeilt

Seit fast zehn Jahren brütet man in Arbon darüber, wie das historische Zentrum aufgewertet und belebt werden könnte. «Jetzt haben wir ein abstimmungsreifes Projekt», ist Balg überzeugt. Die Kritik, die an der Parlamentssitzung letzte Woche vor allem von Seite der SVP laut wurde, richtete sich denn auch nicht gegen das Projekt an und für sich. Die Gegner waren jedoch der Meinung, dass dieses zum falschen Zeitpunkt komme und es sich die Stadt aktuell nicht leisten könne (wir berichteten). Weitere Pro- und Kontra-Argumente werden die Arboner Meinungsmacher in den kommenden Wochen hervor bringen. So hat sich gemäss Peter Gubser rund um Quartiervereinspräsidentin Christine Schuhwerk bereits ein Pro-Komitee gebildet. Lukas Graf (SP), Präsident der Kommission Lebensraum Altstadt, sagt auf Anfrage, dass ein überparteiliches zweites Pro-Komitee am Entstehen sei. Dieses bestehe aus Vertretern, die nicht in der Altstadt wohnen. Und auch die Gegner formieren sich: «Ja, wir sind daran ein Komitee zu bilden», sagt Reto Gmür (SVP).

Das Projekt Lebensraum Altstadt

Das Projekt «Lebensraum Altstadt» schliesst an die Erstellung der NLK (Neue Linienführung Kantonsstrasse) an, mit der die Arboner Altstadt vom Verkehr entlastet werden sollte. «Es gilt nun, den beruhigten Stadtkern siedlungsgerecht umzugestalten und aufzuwerten», schreibt die Stadt. Der Bund beteiligt sich mit 2 Millionen Franken aus dem Agglo-Topf an den Kosten. Die Stadt trägt 2,67 Millionen Franken. Diese Investitionskosten belasten die laufende Rechnung laut Stadtrat Peter Gubser mit 126 000 Franken jährlich für Zins und Amortisation. Das Projekt verfolgt das Ziel, die Attraktivität des historischen Stadtkerns als Wohn-, Lebens- und Arbeitsraum zu steigern. ­Sowohl die Haupt- als auch die Promenadenstrasse sollen von Fassade zu Fassade ohne Niveauunterschiede gestaltet werden – Trottoirs und Fahrbahnen be­finden sich auf gleicher Ebene. Die Hauptstrasse zwischen Obertor und Marktplatz wird in eine ­Begegnungszone mit Tempo 20 umgewandelt. Gleiches gilt für die Gassen im Kern der Altstadt, nicht jedoch für die Promenadenstrasse. Geplant ist aus­serdem, das Verkehrsregime zu ändern: Einbahn im Uhrzeigersinn.

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