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Neue Route für die Velofahrer

Der Bodenseeradweg in Kreuzlingen soll sicherer werden und deswegen künftig nicht mehr der Werft-, sondern der Promenadenstrasse entlang führen. Der Gemeinderat möchte über das Projekt separat befinden.
Nicole D'Orazio
Blick von oben: Heute fahren die Velofahrer auf dem Radweg über die Werfstrasse (oben links) in Richtung Seeburgpark. Künftig sollen sie aus der Promenadenstrasse (unten links) kommen. Oben sieht man den Werkhof der Stadt Kreuzlingen. (Bild: Donato Caspari)

Blick von oben: Heute fahren die Velofahrer auf dem Radweg über die Werfstrasse (oben links) in Richtung Seeburgpark. Künftig sollen sie aus der Promenadenstrasse (unten links) kommen. Oben sieht man den Werkhof der Stadt Kreuzlingen. (Bild: Donato Caspari)

Schon heute fahren viele Velofahrer geradeaus, obwohl es nicht gestattet ist. Wenn sie vom Seeburgpark auf dem Bodenseeradweg in Richtung Bottighofen fahren, werden die Radfahrer heute beim Werkhof über die Werfstrasse geleitet. Durchschnittlich 600 Velofahrer sind dort täglich unterwegs, wie Zählungen 2015 gezeigt haben. An Spitzentagen missachten zudem zwischen 200 und 400 Personen das Fahrverbot auf der Promenadenstrasse, weswegen es immer wieder zu gefährlichen Situationen mit Fussgängern kommt.

Geht es nach dem Kreuzlinger Stadtrat, sollen künftig jedoch alle Velofahrer geradeaus auf der Promenadenstrasse fahren und vor der Heinrichhalle wieder auf die heutige Route zurück geleitet werden. Die Strasse soll dafür entsprechend ausgebaut und gleichzeitig saniert werden. Das Vorhaben war mit 1,26 Millionen Franken im Budget 2019 veranschlagt. Doch der Gemeinderat will sich das Projekt genauer anschauen. In seiner letzten Sitzung hat er bei diesen Projektkosten eine Botschaft verlangt.

Verzögerung auch für den Gestaltungsplan

«Ich hoffe, dass wir die Botschaft im kommenden Frühling vorlegen können», sagt Ernst Zülle, Stadtrat Departement Bau. Die Ortsplanungsrevision gehe vor und man arbeite noch an anderen Strassenbauprojekten. Dass die Verlagerung des Veloweges nun in Verzug gerät, sei jedoch nicht so schlimm. «Es dauert nun einfach länger, bis der Gestaltungsplan Promenade Mitte bewilligt werden kann. Denn ohne die konkrete Erschliessung segnet der Kanton diesen nicht ab.»

Seit 2003 arbeitet man am Gestaltungsplan (GP) Promenade. Der Kanton hat diesen bereits vorgeprüft und der GP wäre bald zur Verabschiedung bereit. «Das muss nun warten, bis der Gemeinderat über den Fuss- und Veloweg abgestimmt hat», sagt Zülle. «Schlimm ist das nicht, denn es gibt ja noch keine Investoren für die geplante Überbauung.»

Neue Reihenhäuser nahe des Sees

Denn im Gestaltungsplan Promenade Mitte wird auch die geplante Überbauung zwischen der Werft- und Promenadenstrasse geregelt. Zwei- bis dreigeschossige Reihenhäuser seien im GP vorgesehen, erklärt Zülle. Jedoch keine Tiefgaragen wegen der Hochwassergefahr und der schwierigen Beschaffenheit des Bodens. Das Land gehört nach diversen Abtauschen und Verhandlungen zu grossen Teilen der Stadt. Wahrscheinlich wird es diese im Baurecht abgegeben. Doch das ist noch nicht entschieden.

«Wie die Überbauung im Detail aussehen wird, steht aber noch nicht fest. So weit sind wir noch lange nicht», betont Zülle. Die Liegenschaften würden allerdings über die Werftstrasse erschlossen, was dort mehr Verkehr zur Folge hat. «Deshalb möchten wir die Velofahrer von der Werftstrasse wegholen, um die Gefahrensituationen zu minimieren.»

Heutige Situation beim Werkhof Kreuzlingen: Die Velofahrer kommen von der Werftstrasse her in Richtung Seeburgpark. Wird der Veloweg verlegt, kommen sie von Geradeaus aus der Promenadenstrasse. (Bild: Donato Caspari)

Heutige Situation beim Werkhof Kreuzlingen: Die Velofahrer kommen von der Werftstrasse her in Richtung Seeburgpark. Wird der Veloweg verlegt, kommen sie von Geradeaus aus der Promenadenstrasse. (Bild: Donato Caspari)

Eigene Streifen für Fussgänger und Velofahrer

Auf dem neuen Veloweg sollen die Fussgänger und die Radfahrer voneinander getrennt werden. «Vorgesehen sind eine jeweils drei Meter breite Fahrbahn beziehungsweise ein Gehweg, die von einem mittigen Grünstreifen separiert werden», sagt Zülle. «Der Abschnitt soll auch optisch etwas her machen und einen Promenadencharakter haben. Schliesslich handelt es sich um einen wunderschönen Ort, der heute schon von vielen Spaziergängern genutzt wird.»

Er finde nicht, dass dies eine Luxuslösung darstelle, meint der Stadtrat. Mache man die Strasse einfach schmäler oder der Gemeinderat lehne die Verlegung des Radweges ab, würde man indes kaum sparen. Denn die Leitungen in der Promenadenstrasse müssten sowieso ersetzt werden. «Wir arbeiten nun eine gute Botschaft aus und möchten so das Parlament von der Verlegung und vom Ausbau überzeugen. Für Fussgänger und Radfahrer muss eine qualitative und sichere Erschliessung realisiert werden», sagt Zülle.

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