Neubau
Die Rohre ragen noch aus dem Boden, doch beim Aufrichtefest zeigt sich der Bürgler Werkhof schon fast fertig

Am Dienstag hat die Gemeinde Bürglen Aufrichte für den neuen Werkhof gefeiert. Anstelle des fünfzigjährigen Altbaus ist nun der 3,3 Millionen teure Neubau gerückt – und er ist bald fertig.

Monika Wick
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Gemeindepräsident Kilian Germann stösst mit den Bauverantwortlichen auf den neuen Werkhof an.

Gemeindepräsident Kilian Germann stösst mit den Bauverantwortlichen auf den neuen Werkhof an.

Bild: Monika Wick (Bürglen, 27. April 2021)

Seit Jahren sorgte der Bürgler Werkhof für rege Diskussionen im Dorf. Während einige Bürger mit der Sanierung des rund fünfzig Jahre alten Gebäudes liebäugelten, sprachen sich andere für einen Ersatzbau aus. Letztendlich entschied sich eine Mehrheit der Stimmberechtigten für einen Neubau für rund 3,3 Millionen Franken.

Wofür sie ihr Steuergeld investiert haben, lässt sich mittlerweile gut erkennen. Der alte Werkhof ist verschwunden. An seiner Stelle steht der Rohbau des neuen Gebäudes, dass die Gemeinde, wie bis anhin, mit dem Militär und den Vereinen nutzen wird. Am Dienstagabend lud die Gemeinde zu einem kleinen Richtfest ein, an dem Gemeinderäte, die Baukommission sowie die Projektgruppe teilnahmen.

Exakt im Zeitplan

«Kurz nach der Bewilligung des Kredits haben wir mit den Detailarbeiten und dem Vergabeverfahren gestartet», sagt Gemeindepräsident Kilian Germann. «Wir sind stolz, dass wir einen Grossteil der Arbeiten in der Region vergeben konnten.» Nach der Schadstoffsanierung und dem Rückbau haben diese mit dem Hochbau begonnen.

«Wir sind exakt im Zeitplan. Auch kostenmässig sind wir dort, wo wir sein sollten.»
Michi Wiesli und Mario Schneider stossen auf das Glück an.

Michi Wiesli und Mario Schneider stossen auf das Glück an.

Bild: Monika Wick

Mittlerweile haben sich Michi Wiesli, Geschäftsführer der Wiesli Holzbau AG, und Projektleiter Mario Schneider zu dem mit roten Bändern geschmückten Richtbaum aufs Dach begeben. «Nach manchem Hieb und manchem Schlag und manchem strengen Arbeitstag, mit Eifer und mit viel Bedacht, ist dieses stolze Werk vollbracht. Ich wünsche, so gut ich’s kann, so kräftig wie ein Zimmermann, mit stolz empor gehobnem Blick, dem Werkhof recht viel Glück. Die Bauherrschaft, sie möge sich heute redlich freun, um mit allen Anwesenden den Werkhof zünftig einzuwein», ruft Mario Schneider hinab.

Ein Fest für die Handwerker soll folgen

Nachdem sie die Bauherrschaft, den Architekten sowie die Handwerksleute mit je einem Glas Weisswein hochleben haben lassen, zerschlagen sie ihre Gläser und Michi Wiesli sagt:

«Wenn nun das Glas in Scherben springt, noch einmal unser Gruss erklingt. Hinaus mit Freude und laute: Glück und Segen dieser Baute-»

Noch sind die Wände unverputzt, die Treppen provisorisch und Rohre für Zu- und Abführungen von Wasser und Strom ragen aus Böden und Decken. Sobald der Werkhof aber fertig ausgebaut ist, wird die Bevölkerung zu einem Tag der offenen Türe eingeladen. «Im Vorfeld wird es dann auch ein Fest für die beteiligten Handwerker geben», sagt Kilian Germann.

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