Napoleon wäre hier in Wäldi eingekehrt

Beim Turm zu Hohenrain gibt es neu ein Beizli und Glace aus der Region.

Martina Eggenberger Lenz
Merken
Drucken
Teilen
Karl Möckli, Präsident des Vereins Napoleonturm, Wirtin Sabrina Lehmann und Glace-Produzent Thomas Wieland. (Bild: Reto Martin)

Karl Möckli, Präsident des Vereins Napoleonturm, Wirtin Sabrina Lehmann und Glace-Produzent Thomas Wieland. (Bild: Reto Martin)

Der Napoleonturm ist ein Magnet. Auch zwei Jahre nach der Eröffnung der Attraktion ist der Andrang ungebrochen. Er zähle die Besucher nicht, aber er treffe hier eigentlich immer Leute an, erzählt Karl Möckli, Präsident des Vereins. «Manchmal sogar schon frühmorgens.»

Der ehemalige Gemeindeammann von Wäldi ist erfreut, dass es zum Turm seit dieser Saison auch ein Beizli gibt. Es befindet sich gleich neben dem Zugang und wird von der Frau des Turmwarts geführt, Sabrina Lehmann. Samstag und Sonntag bei schönem Wetter öffnet sie die Türen zur umgebauten Scheune. Für Gruppen auf Voranmeldung macht sie auch unter der Woche auf.

Der engagierten Gastgeberin ist kein Aufwand zu gross

Kaffee und selbst gebackenen Kuchen gibt es dann für die Ausflügler, Velofahrer und Wanderer. Sie bietet regionale Plättli an und hat auch schon Champagner für einen Heiratsantrag auf dem Turm bereitgestellt. «Hochschwanger bin ich da die 200 Stufen hochgestiegen», erinnert sich die vierfache Mutter und lacht. Gäste kamen auch schon aus dem Wallis Die Gäste kommen von überall her. «Viele aus Konstanz, wir hatten aber auch schon welche aus Bern oder dem Wallis.»

Zum Beizli gekommen ist Sabrina Lehmann nicht ganz freiwillig. Es hat ein paar Überredungskünste von verschiedenen Seiten gebraucht. Doch dann hat sie sich gedacht: «Warum eigentlich nicht?» und hat schliesslich losgelegt. Ganz einfach und unkompliziert. Der engagierten Gastgeberin war es von Anfang an wichtig, möglichst Produkte aus der Gegend zu verwenden. Daher kam ihr Thomas Wieland wie gerufen.

Der Landwirt aus Märstetten produziert seit einem knappen Jahr Glace unter dem Markennamen «Pilgerhof». Eigentlich ist der Betrieb von Thomas Wieland auf Beeren spezialisiert. «Aber weil wir selber gerne Glace essen und wir von Kunden darauf angesprochen wurden, haben wir uns entschieden, eine Profi-Maschine anzuschaffen.»

In der Familie Bonaparte waren viele Schoggi-Fans

Die ersten Aromen waren Erdbeere und Himbeere als Rahmglace und Sorbet. Aber für Thomas Wieland war klar, dass ein Konzept her musste. Jede Geschmacksrichtung soll einer touristischen Schönheit im Thurgau gewidmet werden. Den Anfang macht nun «Chocolat Kaiser Napoleon» mit dem Napoleonturm im Sujet. In der Familie Bonaparte habe es viele Schoggi-Fans gegeben, erzählt Wieland. Das hätten Recherchen ergeben.

Wichtig ist Wieland, dass seine Glace «wahre Aromen» enthält, aus natürlichen Zutaten besteht und nicht zu süss ist. Das Aroma für die Schokoladen-Glace stammt aus der Chocolat Bernrain AG. «Wir haben da mit verschiedenen Mustern gepröbelt, bis es passte.» Weitere Sorten sind in Vorbereitung. Die Pilgerhof-Glaces sind ausser im Beizli zum Turm auch in ausgewählten Volg- und Landi-Filialen erhältlich.