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Nach zwölf Jahren harter Arbeit:
Othmar Husers Self-Made Boot schwimmt in Steinach

Zwölf Jahre baute der mittlerweile pensionierte Schreinermeister Othmar Huser an seinem Motorboot. Am Donnerstag wasserte er es ein im Beisein von viel Publikum ein. Der Name des Schiffes bleibt vorerst geheim.
Lara Jörgl
Das Schiff hängt an einem speziellen Kran, um ins Wasser gelassen zu werden. (Bild: Lara Jörgl)

Das Schiff hängt an einem speziellen Kran, um ins Wasser gelassen zu werden. (Bild: Lara Jörgl)

«Das fühlt sich jetzt wirklich an wie Geburtstag, Weihnachten und Ostern zusammen», sagt Otmar Hauser und strahlt dabei über beide Ohren. Das Holzboot, mit dem er sich die letzten zwölf Jahre beschäftigt hat, kann endlich in See stechen. Der Schreinermeister hat es ganz alleine gebaut. Es verfügt über fünf Schlafplätze, einen Backofen und wird mit Solarenergie betrieben. Ein umweltfreundlicher Antrieb war ihm sehr wichtig. Als das Boot am Haken des Krans hängt, wundert sich Huser.

«Ich dachte, das Schiff wäre fünf Tonnen schwer, dabei sind es bloss vier.»

Der Irrtum sorgt dafür, dass die Schiffsschale sieben Zentimeter weniger tief ins Wasser eintaucht. Huser sieht es sofort und nimmt’s mit Humor: Das ändere sich, wenn alles Bier an Bord sei.

Plastikfische und Weisswein

Als der Traktor mit dem Schiff in den Hafen einrollt, haben sich schon Presse, Familie und Freunde versammelt, aber auch Leute, die sehen wollen, ob das Schiff nicht untergeht. Es herrscht eine ausgelassene Stimmung, vielleicht auch weil die Zuschauer kurz vor der ersten Fahrt Weisswein oder Mineral eingeschenkt bekommen. Huser erhält im Gegenzug viele Geschenke, unter anderem eine Flasche Champagner, ein Glücksschwein und – sehr zur Belustigung Husers – eine Tupperdose voll mit Plastikfischen, die er im See frei lassen soll.

Die Plastikfische in der Tupperdose sollenl freigelassen werden. (Bild: Lara Jörgl)

Die Plastikfische in der Tupperdose sollenl freigelassen werden. (Bild: Lara Jörgl)


Als das Schiff endlich zur Jungfernfahrt Richtung Hafenplatz aufbricht, ist das Klatschen lauter als es die Autos auf der Hauptstrasse sind, besonders als Husers Frau verkündet, dass später alle auf das Boot gehen dürfen. Die Schuhe allerdings müssen ausgezogen werden. Das ist durchaus verständlich – der Boden ist so klar poliert wie ein Spiegel. Huser und seine Familie lassen das Boot in der ersten Nacht nicht alleine – sie testen, wie gut es sich darin schlafen lässt.

Familie Huser geniesst die erste Fahrt auf ihrem Schiff. Bild: (Lara Jörgl)

Familie Huser geniesst die erste Fahrt auf ihrem Schiff. Bild: (Lara Jörgl)

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