Nach vier Jahren Ungwissheit: Bürglen bekommt einen neuen Werkhof

Die Versammlung genehmigte am Montagabend die grösste Variante mit Räumen für Vereine und Militär. Sie bewilligte den Kredit über 3,3 Millionen Franken mit grossem Mehr.

Hannelore Bruderer
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Mit grossem Mehr sprechen sich die Stimmberechtigten in Bürglen für einen neuen Werkhof aus. Den Gemeinderat mit Präsident Kilian Germann freut's.

Mit grossem Mehr sprechen sich die Stimmberechtigten in Bürglen für einen neuen Werkhof aus. Den Gemeinderat mit Präsident Kilian Germann freut's.

Bild: Hannelore Bruderer

Eine rekordhohe Anzahl von 228 Stimmberechtigten drängte sich am Montagabend in die Mehrzweckhalle Bürglen. Die Beteiligung an der Gemeindeversammlung lag bei 10,4 Prozent. «Ich nehme an, diese hohe Beteiligung ist dem Traktandum sieben, der Neugestaltung des Werkhofs, geschuldet», sagt Gemeindepräsident Kilian Germann bei der Begrüssung.

Martin Beck vom Architekturbüro Ebneter Partner AG aus Weinfelden stellt die beiden Neubauvarianten vor.

  • Ein einstöckiges Gebäude bietet Platz für Fahrzeughalle, Magazin, Werkstätte und Büroräume für den Werkhof sowie einen Saal mit Lagerraum für die Nutzung durch Vereine. Die Kosten dafür betragen 2,7 Millionen Franken.
  • Die zweistöckige Variante bietet zusätzlich Platz für einen weiteren Saal, eine Küche, ein Lager und Büroräume, die vom Militär aber auch von der Gemeinde benutzt werden können. Diese Variante ist mit 3,3 Millionen Franken veranschlagt.

Sanierung auch vier Jahre später noch chancenlos

Die Sanierung des bestehenden Werkhofs für 2,7 Millionen Franken – das Projekt, das 2015 vom Stimmvolk abgelehnt worden war – steht auch nochmals zur Diskussion. Nur sieben Stimmbürger wollen diese Lösung, die grosse Mehrheit entscheidet sich für einen Neubau.

Über die Frage, ob mit oder ohne Räume fürs Militär wird im Geheimen abgestimmt. Mit 176 zu 58 Stimmen fällt der Entscheid klar zu Gunsten des Vollausbaus mit Räumen für das Militär. Auch der nötige Kredit dafür wird bei 25 Gegenstimmen grossmehrheitlich angenommen. Der Abstimmung waren vier Wortmeldungen vorausgegangen. Die Anregungen daraus, würden ins laufende Projekt einfliessen, verspricht der Gemeindepräsident.

Investitionen in Strassen und Werkleitungen

Einstimmig angenommen werden im Versammlungsverlauf die weiteren Investitionsanträge für die zweite Etappe des Neubaus der Pumpleitung von der Buhwilerstrasse zum Pumpwerk Auwald für 680'000 Franken, die Sanierung der Säntisstrasse für 450'000 Franken und der dortigen Wasserleitung für 55'000 Franken.

Die Sanierung Kanalstrasse für 340'000 Franken und die Sanierung der dortigen Wasserleitung für 190'000 Franken. Auch der Abwasserkanal an der Bahnhofstrasse kann für 150'000 Franken saniert werden. Dazu genehmigt der Souverän alle vier Einbürgerungsgesuche mit grossem Mehr.

Budget 2020

Kleines Defizit bei gleichbleibendem Steuerfuss

Zwei Wortmeldungen gibt es in der Diskussion um das Budget und den Steuerfuss 2020. Die Politische Gemeinde Bürglen veranschlagt bei einem Aufwand von 9,36 Millionen und einem Ertrag von 9,32 Millionen einen Rückschlag von knapp 40'000 Franken. Den gleichbleibenden Steuerfuss von 69 Prozent bestätigen die Stimmberechtigten bei vier Gegenstimmen, das Budget genehmigen sie bei sechs Gegenstimmen.

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