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Nach Unwetter in Steinach: Variosystems will Produktion am Montag wieder aufnehmen

Die Firma Variosystems in Steinach wurde schwer vom Sturmregen am 1. August-Abend getroffen. Der Schaden dürfte in die Millionen gehen.
Max Eichenberger
Das Lagergeschoss bei der Firma Variosystems stand vierzig Zentimeter unter Wasser. (Bild: Max Eichenberger)

Das Lagergeschoss bei der Firma Variosystems stand vierzig Zentimeter unter Wasser. (Bild: Max Eichenberger)

Das schwere Unwetter, das am Abend des 1. August in der Ostschweiz niedergegangen ist, liess die Steinach über die Ufer treten. Innert Minuten schwoll die gewöhnlich träge dem Bodensee zufliessende Steinach zu einem reissenden Fluss an. Er trat über die Ufer und überspülte den Hafendammweg. Weil sich ein stattlicher Baumstamm, den das Fliessgewässer mitgerissen hatte, sich beim Durchlass an der SBB-Brücke verkeilt hatte, drängte es die Wassermassen «wie eine Föntäne», so Augenzeugen, über die östliche Seite des Flusslaufs.

Innert Minuten unter Wasser

Sie habe ihren Augen nicht getraut, wie schnell das gehen kann, sagte Anwohnerin Denise Kondi. «Ich habe den Balkon geputzt. Ich mache das meistens, wenn es regnet. Plötzlich wurde es aber unheimlich und bedrohlich. Es ging alles so schnell.» Bald war das Flussbett randvoll, die Steinach eine reissende braune Brühe. Gegenüber dem Fluss, keine sechzig Meter entfernt, ist ihr Arbeitsort bei der Firma Variosystems an der Ampèrestrasse. Dorthin suchte sich das Wasser, welches das Flussbett nicht mehr zu fassen vermochte, den Weg.

Ein Teil des Lagers konnte gerettet werden, viele Teile müssen aber entsorgt werden. (Bild: Max Eichenberger)

Ein Teil des Lagers konnte gerettet werden, viele Teile müssen aber entsorgt werden. (Bild: Max Eichenberger)

Die Wucht der kurzzeitigen Überschwemmung setzte die Lager binnen Minuten unter Wasser: «Unser gesamtes Lager stand vierzig Zentimeter unter Wasser», sagt Norbert Bachstein, CEO der hauptbetroffenen Firma Variosystems, gestern. Umgehend wurde ein Krisenteam installiert. Ein Teil der Elektronik-Komponenten und Fertigteile, die im überschwemmten Bereich gelagert waren, seien unter Wasser gestanden. Teilweise sind sie nur noch Müll. Mulden sind voll davon.

Schaden dürfte in die Millionen gehen

Den Schaden kann Bachstein zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beziffern. Er dürfte in die Millionen gehen. «Wir sind mit allen Kräften bemüht, alles zu unternehmen und zu organisieren, dass sich die Schäden in Grenzen halten», versichert er. Er hoffe, am Montag den Produktionsbetrieb wenigstens teilweise wieder aufnehmen zu können. Wie rasch sich dieser normalisiert, hänge von den Lieferzeiten der kritischen Komponenten ab, sagt Bachstein.

Als Lagerprovisorium könnten vorübergehend die Bootshallen der benachbarten Firma Bodensee Nautic genutzt werden. Derzeit laufen die Aufräumarbeiten. Die Kunden seien informiert, so Bachstein. «Wir hoffen, dass wir rasch wieder voll handlungsfähig werden.»

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