Nach tragischem Flammeninferno: Brandruine beim Salmsacher Pumptrack soll Neubau weichen

Ende April letzten Jahres fing ein Mehrfamilienhaus in der Seewiesen Feuer. Rund achtzig Einsatzkräfte der Feuerwehren Salmsach und Romanshorn rückten aus; das Gebäude war nicht mehr bewohnbar. Jetzt soll das Haus im ähnlichen Stil wieder aufgebaut werden.

Tanja von Arx
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Das Gebäude nah dem Pumptrack ist nicht mehr bewohnbar.

Das Gebäude nah dem Pumptrack ist nicht mehr bewohnbar.

Kapo TG
  • Ende April vergangenen Jahres fing ein Mehrfamilienhaus unmittelbar beim Pumptrack Feuer. Rund achtzig Einsatzkräfte der Feuerwehren Salmsach und Romanshorn rückten aus, um es zu löschen.
  • Das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Laut Experten hat sich die Schadenssumme auf mehrere Hunderttausend Franken belaufen.
  • Die Bewohner fanden glücklicherweise eine provisorische Unterkunft. Bis auf einen: Der 50jährige Mann verstarb in den Flammen. Gemäss der Staatsanwaltschaft hat er das Feuer gelegt und Selbstmord begangen.

Brand, Selbstmord und kein Dach über dem Kopf: Die Geschehnisse rund um das rosafarbene Mehrfamilienhaus in der Salmsacher Seewiesen sind vielen noch gut im Gedächtnis – obschon sie mittlerweile über ein Jahr zurückliegen. Vizegemeindepräsidentin Marina Bruggmann sagt etwa:

Marina Bruggmann, Vizegemeindepräsidentin von Salmsach.

Marina Bruggmann, Vizegemeindepräsidentin von Salmsach.

PD
«Ich denke jedes Mal daran, wenn ich dort vorbeifahre.»

Erinnerungen sollen bald Vergangenheit sein

Bald sollen diese Erinnerungen allerdings der Vergangenheit angehören. Wie dem Amtsblatt nämlich zu entnehmen ist, gibt es Pläne für einen Wiederaufbau besagten Hauses. Die entsprechenden Unterlagen liegen im Gemeindehaus auf.

Auf Anfrage bestätigt Gemeinderat Hampi Niederer, dass die Landbesitzer das Gebäude ziemlich genau nachbauen wollten; einfach etwas moderner.

«Das Haus soll im ähnlichen Stil zu stehen kommen.»

Der Kanton habe bereits Vorabklärungen getroffen.

Die Bewohner verloren ihren gesamten Besitz

Alle Bewohner verloren damals ihr Hab und Gut (TZ vom 30. April 2019). Bruggmann, die sich für die Betroffenen einsetzte, sagt: «Die Gemeinde bot ihre Unterstützung an, die Leute kamen dann jedoch bei Privaten unter.» Sie hätten ein neues Zuhause gefunden. «Einige sind im Dorf geblieben, andere weggezogen.» Die Vizegemeindepräsidentin will nichts schönreden.

«Es ist tragisch, was passiert ist.»

Aber sie sei froh, dass das Haus jetzt wieder aufgebaut werde.

«Es steht an schönster Lage am See, ein schöner Ort zum Leben und Arbeiten.»
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