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Der HC Thurgau braucht einen Warnschuss für den neunten Sieg im 14. Spiel

Drei Tore innert 102 Sekunden stehen am Ursprung des 3:1-Heimerfolgs des HC Thurgau gegen Aufsteiger Sierre. Damit gehören die Ostschweizer nach wie vor zur erweiterten Spitze der Swiss League.
Matthias Hafen
Der besonders motivierte HCT-Walliser Melvin Merola (Mitte, gegen Thomas Devesvre, links, und Gill Ducret) erzielte den wichtigen Ausgleich kurz nach dem Gegentreffer. (Bild: Mario Gaccioli)

Der besonders motivierte HCT-Walliser Melvin Merola (Mitte, gegen Thomas Devesvre, links, und Gill Ducret) erzielte den wichtigen Ausgleich kurz nach dem Gegentreffer. (Bild: Mario Gaccioli)

Die Thurgauer spannten die 1186 Zuschauer in der Güttingersreuti auf die Folter, bis er gegen den HC Sierre endlich loslegte. Es brauchte gar einen Warnschuss der Walliser, um den Ernst der Lage deutlich zu machen. 75 Sekunden nach Wiederbeginn im Mitteldrittel traf Eliott Meyrat von der blauen Linie zum 1:0 für die Gäste.

Der Treffer zeigte, dass der HCT gegen den Aufsteiger nicht beliebig nonchalant spielen kann, wollte er den neunten Sieg im 14. Spiel realisieren. Die Thurgauer hatten aber den Weckruf verstanden und reagierten postwendend. 45 Sekunden nach dem Gegentreffer bugsierte Melvin Merola den Puck zum 1:1-Ausgleich über die Linie. Und wieder nur 56 Sekunden später erzielte Kellen Jones aus der Drehung heraus das 2:1 für den HCT. Die Partie war mit diesem Doppelschlag gedreht – und letztlich auch entschieden. Vier Minuten später folgte mit dem 3:1 durch Janik Loosli bereits der letzte Treffer der Partie.

Sierre nur mit Weitschüssen halbwegs gefährlich

Vor und nach der Wende aber hatte sich der HC Thurgau schwer getan. Und das, obwohl Aufsteiger Sierre, der die Ostschweizer im ersten Aufeinandertreffen zu Saisonbeginn noch ins Penaltyschiessen gezwungen hatte, an diesem Abend nur über eine Waffe verfügte. Nämlich die meist harmlosen Weitschüsse, die zudem zu 90 Prozent vom gleichen Spieler kamen, vom früheren NLA- und KHL-Profi Goran Bezina.

Entsprechend hatte Thurgau seinen Gegner von Anfang bis zum Schluss im Griff. Trainer Stephan Mair coacht zweifellos eine Equipe mit «Chrampfern», die in der Swiss League jeden Gegner vom Eis arbeiten können. Doch vor allem das mühsame Startdrittel verdeutlichte, dass dem Team das kreative Element in der Offensive fehlt, der eine Spieler, der mit einer genialen Einzelleistung die Weichen gegen einen solchen Gegner schon früher auf Sieg stellen könnte. Michael Loosli war vergangene Saison ein solcher Spieler gewesen. Doch Rapperswils Leihgabe musste gegen Sierre verletzungsbedingt pausieren.

Altorfer ist zurück – aber nicht mehr Topskorer

Aus dem HCT-Lazarett gab es aber vor allem gute Neuigkeiten. Goalie Janick Schwendener stand gegen Sierre als Ersatz wieder an der Bande und Stürmer Niki Altorfer war gar früher als erwartet wieder im Einsatz. Altorfer, der die vergangenen vier Spiele verletzungsbedingt pausieren musste und dabei sein Topskorer-Trikot behielt, muss es nun abgeben. Im Heimspiel vom Freitag gegen Winterthur wird Kellen Jones das auffällige Dress tragen.

Thurgau – Sierre 3:1 (0:0, 3:1, 0:0)

Güttingersreuti, Weinfelden – 1186 Zuschauer – SR Gäumann/Hendry, Haag/Burgy.
Tore: 22. (21:15) Meyrat (Arnaud Montandon) 0:1. 22. (22:00) Merola (Hobi) 1:1. 23. (22:56) Kellen Jones (Fechtig) 2:1. 27. Janik Loosli (Kellen Jones, Connor Jones) 3:1.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Thurgau, 2-mal 2 Minuten gegen Sierre.
Thurgau: Aeberhard; Parati, Seiler; Wild­haber, Scheidegger; Collenberg, Fechtig; Engeler; Janik Loosli, Connor Jones, Kellen Jones; Hobi, Rundqvist, Merola; Altorfer, Brändli, Rehak; Niedermaier, Hollenstein, Frei; Kellenberger.
Sierre: Giovannini; Bezina, Meyrat; Devesvre, Dozin; Smons, M. Montandon; Guebey; A. Montandon, Castonguay, Asselin; Heinimann, Rimann, Massimino; Kyparissis, Ducret, Vouillamoz; Patry, Privet, Fellay; Surdez.
Bemerkungen: Thurgau ohne Michael Loosli, Moosmann (beide verletzt), Schmuckli, Dufner (beide Rapperswil-Jona/NLA), Steinauer, Moser und Zanzi (alle Farmteam). - Sierre ab 57:10 ohne Goalie, dafür mit sechstem Feldspieler.

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