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Nach Ärger um Abtransport: Historischer Brunnen in Romanshorn ist wieder zurück

2017 liess die Stadt Romanshorn den Brunnen im Quartier Holz abtransportieren und den Park räumen. Der Aufschrei war gross.
Markus Schoch
Der Brunnen steht seit ein paar Tagen wieder an seinem alten Platz. (Bild: Markus Schoch)

Der Brunnen steht seit ein paar Tagen wieder an seinem alten Platz. (Bild: Markus Schoch)

Die Welt im Quartier Holz ist wieder in Ordnung. «Wir sind im Moment überglücklich», sagt Claudia Bischof, die dort wohnt. Die Stadt hat in den letzten Tagen den historischen Brunnen aus dem Jahr 1871 zurückgebracht, den sie kurz vor Weihnachten im Jahr 2017 klammheimlich abtransportiert hatte. Und zwar aus finanziellen Gründen.

Unterhalt kostet bis zu 4'000 Franken im Jahr

Der Brunnen stand im kleinen Löffelpark, dessen Unterhalt die Stadt jährlich zwischen 3'000 und 4'000 Franken kostete. Ausgaben, die sich der Stadtrat nicht länger leisten wollte mit Blick auf den unmissverständlichen Sparauftrag der Bevölkerung. Kosten und Nutzen würden im konkreten Fall in keinem sinnvollen Verhältnis stehen. Und darum liess die Behörde den Grünraum kurzerhand räumen.

Der Aufschrei in der Bevölkerung war gross. Nicht nur die Anwohner fühlten sich vor den Kopf gestossen. Auch die Museumsgesellschaft und die SVP hatten kein Verständnis für das Vorgehen der Stadt. In einer Petition forderten über 300 Personen die Verantwortlichen auf, alles rückgängig zu machen und den alten Zustand wieder herzustellen.

Neu kümmern sich Anwohner um den Brunnen

Es dauerte lange, doch schliesslich fand sich diesen Frühling eine Lösung, mit der alle Beteiligten leben können. Die Stadt erklärte sich bereit, wieder einen Park mit Brunnen anzulegen. Die nächsten Anwohner im Quartier schlossen sich in einem Verein zusammen und verpflichteten sich gegenüber der Stadt, die Anlage zu pflegen und sie auf eigene Kosten zu bepflanzen. Um die Eiche und das Laub kümmert sich weiter der Werkhof.

Im Moment ist der Platz an der Durchgangsstrasse zwischen Romanshorn und Amriswil noch eine Baustelle. Doch schon bald soll er zum Treffpunkt im Quartier werden, vielleicht sogar mit einem Bänkli. Wenn alles fertig ist, werde es sicher ein kleines Fest mit den Anwohnern geben, sagt Claudia Bischof. Zuerst wartet auf sie und die anderen im Verein noch einiges an Arbeit.

Verein sucht Mitglieder

Der Verein zählt gut eine Handvoll Mitglieder und würde sich über zahlenden beziehungsweise helfenden Zuwachs freuen. Interessierte können sich bei Präsident Daniel Bischof unter danielbischof@bluewin.ch melden.

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