Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Mut zahlt sich für Markus Ramser aus: Er ist für den Prix Courage nominiert

Markus Ramser ist nominiert für den diesjährigen Prix Courage. Er integriert erfolgreich Eritreer auf seinem Bio-Bauernhof. Er sieht sich als Meister der vorlebt, nicht als Chef, der befiehlt.
Mario Testa
Markus Ramser im Stall mit den 35 Kühen auf seinem Biohof. (Bild: Mario Testa)

Markus Ramser im Stall mit den 35 Kühen auf seinem Biohof. (Bild: Mario Testa)

Markus Ramser hat gewagt und gewonnen. Als der Bauernverband und das Staatssekretariat für Migration ein Programm starteten, um Flüchtlinge als Arbeitskräfte auf Bauernhöfen einzusetzen, meldete sich Ramser. Wenig später kam der Eritreer Tesfu Adhanom auf seinen Hof in Illhart und fing an, bei ihm zu arbeiten.

Die grösste Herausforderung sei anfangs die Sprache gewesen, sagt der heute 68-jährige Biobauer Markus Ramser: «Aber ich habe festgestellt, mit Arbeiten geht es am schnellsten, eine Sprache zu lernen. Also haben wir mit dem Sprechen angefangen. Später lernte er an der Schule lesen und schreiben.»

Attestlehre bestanden dank der Hilfe des Meisters

Mittlerweile sind über vier Jahre vergangen und Adhanom hat dank der Unterstützung seines Meisters eine Attestlehre als Agrarpraktiker erfolgreich absolviert.

«Wenn mein Chef mir nicht geholfen hätte, wäre die Lehre sehr schwierig gewesen«.»

Tesfu Adhanom. (Bild: mte)

Tesfu Adhanom. (Bild: mte)

sagt Tesfu Adhanom. «Aber wenn ich Aufgaben hatte, sind wir abends zusammengesessen und er hat mir geholfen» Er arbeitet nun als Festangestellter mit, wohnt in einem Haus neben dem Hof. Für Ramser ist der Eritreer eine grosse Hilfe.

Auch weitere Eritreer, Frauen und Männer, waren zwischenzeitlich auf dem Hof angestellt. «Sie schaffen gerne und gut. Es sind liebe Leute, machen alles. Wir im Biobetrieb brauchen helfende Hände, haben ja auch viel mehr Arbeit als die Konventionellen, die mit Pflanzenschutzmitteln agieren», sagt Ramser.

Die Integration der Eritreer klappte mal besser wie bei Tesfu Adhanom, mal weniger. «Es gibt grosse administrative Hürden bei den Sozialämtern, aber auch der Elan der Leute ist nicht immer gleich gross.»

Schüler schreiben rührende Dankesbriefe

Das Schweizer Fernsehen drehte über Markus Ramser und die Eritreer einen ausführlichen Dokumentarfilm, welcher im Mai ausgestrahlt wurde. Daraufhin ging es schnell. «Der Film hat voll eingeschlagen und ich wurde für den Prix Courage nominiert. Da habe ich erst mitbekommen, was ich eigentlich geleistet habe. Für mich war das aber selbstverständlich», sagt Markus Ramser.

Unzählige positive Zuschriften habe er nach der Ausstrahlung erhalten. «Das hat mich sehr berührt. Sogar Schüler haben mir Briefe geschrieben, da kam mir schon das Augenwasser.» Noch bis am 20. Oktober kann man an der Abstimmung über den Prix Courage 2019 teilnehmen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.