Musikverein Romanshorn: Nach 23 Jahren ist für Roger Ender Schluss

Trompete spielen hat er sich als Kind selber beigebracht.

Markus Bösch
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Roger Ender gibt die Leitung ab.

Roger Ender gibt die Leitung ab.

(Bild: Markus Bösch)

Im November 1996 hat er den Dirigentenstab beim Musikverein Romanshorn übernommen und seitdem ist der Bestand in etwa gleich und auch das Engagement den Traditionen treu geblieben: «Erstaunlich ist für mich die konstante Leistung der Musikerinnen und Musiker. Über all die Jahre haben wir uns in der ersten Stärkeklasse messen können. Und wir haben stets Wert darauf gelegt, unsere Identität zu wahren, und uns so wenig wie möglich mit fremden Federn zu schmücken.»

Das erste Lied in der fünften Klasse

In der fünften Klasse hat Roger Ender seine erste Trompete in den Händen gehalten, sich die ersten Griffe beigebracht und das erste Lied gespielt. Ein Jahr später ist als Berufswunsch Musiker aufgetaucht. Seit seinem 23. Altersjahr lebt er von der und für die Musik. Ender sagt: «Für mich bedeutet meine Tätigkeit als Dirigent, Komponist und Lehrer eine Einheit. Alles fliesst ineinander und ergänzt sich. In den Lernprozessen der Schülerinnen und Schüler zum Beispiel, wachsen Erkenntnisse, die mich im Probenbetrieb unterstützen. Und die Probenarbeit zeigt mir Schwierigkeiten auf, die ich in meinen Kompositionen bewusst umgehen oder auch einbauen kann.»

Das Komponieren übe er seit etwa 30 Jahren aus, insbesondere auch, einfache Literatur für Anfänger-Ensembles zu schreiben: «Das betrachte ich als meine kompositorische Stärke.» So hat er für die Jugendmusik Romanshorn über 130 Arrangements und Kompositionen geschrieben. Und zahlreiche Werke hat er in den vergangenen zwei Jahrzehnten dem Musikverein und der Jugendmusik geschenkt. Und auch nach dem Rücktritt als Dirigent des Musikvereins ändert sich an seinen Tätigkeiten nicht viel. «Weiterhin betätige ich mich mit und in allen Facetten der Musik. Schwerpunkte kann und darf ich selbst festlegen – das eine Mal wird es Komponieren und Unterrichten sein, ein anderes Mal Dirigieren und selber Musizieren. So kann ich die Lebendigkeit und Freude an der Musik behalten.»